Stolberg - „Zirkus Turbolento“ zu Gast in der Stolberger Stadthalle

„Zirkus Turbolento“ zu Gast in der Stolberger Stadthalle

Von: ssh
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Der „Zirkus Turbolento“ gastierte mit einem lehrreichen Theaterstück in der Stolberger Stadthalle. Wie kann sich ein verfahrenes Leben dann doch noch zum Guten wenden?

Stolberg. Sich selbst und auch noch einen maroden Zirkus gerettet – das schafft man nur mit Fantasie und einem festen Willen. Das lernten die Zuschauer in der Stolberger Stadthalle, wo der „Zirkus Turbolento“ jüngst gastierte.

Der Verein Kids on Stage hatte zu einem Ballettstück eingeladen – mit dem Zirkus Turbolento. Unter der Gesamtleitung von Marion Delonge und Team ist ein modernes, innovatives und mitreißendes Stück entstanden. „Es ist kein leichtes Stück, aber viele Leute werden sich angesprochen fühlen. Wir thematisieren unter anderem die erste Liebe und ihr Scheitern, den Tod und Existenzängste, dadurch ist es leicht für die Zuschauer, mitzufühlen. Unsere Intention ist es dem Publikum zu zeigen: egal was passiert, es lohnt sich durchzuhalten und an ein gutes Ende zu glauben“, erklärt Marion Delonge.

Zum Inhalt: Die 15 jährige Lou, gespielt von Lina Tiskens, wird nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Eltern völlig aus der Bahn geworfen. Nachdem dann auch noch ihr Freund Henry (Alexander Radler) sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat, verliert sie komplett den Boden unter den Füßen und landet auf der Straße. Ein perfektes Opfer für dubiose Gestalten und vor allem Dealer.

Keinen Ausweg mehr?

Als Lou keinen Ausweg mehr sieht, beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Doch dann nimmt die Geschichte eine Wende. Lou wird von ihren Kindheitserinnerungen zurück ins Leben befördert und wird zur Muse für einen hoch verschuldeten Zirkusdirektor. Sie hilft ihm, seinen Zirkus neu zu erfinden. Durch den Einsatz ihrer Fantasie rettet Lou den Zirkus und letztlich auch sich selbst.

Ein halbes Jahr lang haben die Kinds on Stage für ihren Auftritt geprobt. „Die Proben waren nicht immer reibungslos, doch wir haben uns immer wieder zusammengerauft, denn wir hatten ja ein gemeinsames Ziel“, beschreiben Lina und Alexander ihre Erfahrungen. „Gerade die Proben sind wichtig für die Kinder und Jugendlichen. Es ist normal, dass nicht alles glatt läuft und man mal aneinander gerät, doch gerade diese Erfahrungen sind wichtig für ihr weiteres Leben. Es ist wichtig, nicht aufzugeben, sondern gemeinsam eine Lösung zu suchen. Besonders schön für mich ist es, zu sehen, wie die Kinder im Laufe der Zeit immer selbstständiger in der Organisation werden. Es macht einfach Spaß, sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten“, sagt Marion Delonge. Nah am Zeitgeschehen sind der Inhalt des Stücks und seine Umsetzung. So gibt es immer wieder vor heimischer Kulisse gedrehte Filmszenen. Der Selbstmordversuch von Lou wurde zum Beispiel am Indemann gedreht. Mehrmals unterstreichen auch eingeblendete Whats App-Nachrichten den Verlauf der Erzählung. Letztlich haben die Kids on Stage und das gesamte Team ein bewegendes aber auch humorvolles Stück geschaffen, das dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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