Stolberg - Zentralambulanz: Notfälle kennen keine Feiertage

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Zentralambulanz: Notfälle kennen keine Feiertage

Von: Heike Eisenmenger
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Weihnachtsstimmung in der Zentralambulanz: Chefarzt Dr. Joachim W. Heise mit einem Teil seines Teams. Foto: Eisenmenger

Stolberg. Tapfer hält das aus Weidenzweigen geflochtene Weihnachtsbäumchen in der Zentralambulanz des Bethlehem Gesundheitszentrums die Stellung. Eine der Krankenschwestern hat es dort hingestellt. Direkt auf den Tresen, wo sich die Patienten zur Anmeldung einfinden.

Heiligabend ist im Krankenhaus, sieht man von der emotionalen Bedeutung einmal ab, ein Tag wie jeder andere. Denn Krankheiten und Unfälle kennen keine Feiertage.

Leiter der Zentralambulanz ist Privatdozent Dr. Dr. Joachim W. Heise. Die Ambulanz hat eine bedeutende Funktion innerhalb des Stolberger Krankenhauses: Sie ist das „Haupteingangstor“, wenn man so will. Dort arbeiten Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen eng zusammen.

Dass Sachverstand aus unterschiedlichen Disziplinen binnen kürzester Zeit komprimiert abrufbar ist, hat mehrere Vorteile. Beispielsweise, dass der Patient innerhalb kürzester Zeit versorgt werden kann. Die permanente „Bevorratung“ von hoch qualifiziertem Fachwissen „ist eine logistische Herausforderung, insbesondere personell“, resümiert Heise, der auch Chefarzt der Stolberger Klinik für Chirurgie ist.

Doch abgesehen davon, dass das Leistungspaket stets geschnürt sein muss, stellt sich die Frage, ob bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen typisch für die Festtage sind. „Sicherlich treten durch das oft zu reichhaltige Essen vermehrt Gallenkoliken auf“, weiß Heise . „Wenn zu reichhaltiges Essen an Heiligabend der Auslöser für eine Gallenkolik ist, dann dauert es aber in der Regel 24 Stunden, bis sich die Folgen bemerkbar machen und der Patient mit starken Schmerzen zu uns kommt“, sagt der Arzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie.

Notfälle bleiben in Erinnerung

Stimmt es denn tatsächlich, dass beispielsweise Zahnschmerzen bevorzugt am Wochenende auftauchen? Eben dann, wenn der Zahnarzt des Vertrauens nicht greifbar ist. Und dass Kinder mit einer hohen Wahrscheinlichkeit samstags, sonntags oder an einem Feiertag krank werden? Bestätigen kann Heise das nicht. Vielleicht ist dieser Eindruck nur dem Umstand geschuldet, dass man diese Art von Notfällen in der Regel nicht so schnell vergisst. „Es kann alles an Heiligabend passieren. Es kann sein, dass man als Dienst habender Arzt aus dem Operationssaal quasi gar nicht mehr herauskommt. Aber es kann ebenso sein, dass alles ruhig bleibt“, weiß Heise aus langjähriger Erfahrung.

Eingetragen für den Dienst in der Zentralambulanz ist für den Heiligen Abend auch Daniela Jungbluth. Sie erlernt den Beruf der Medizinischen Fachangestellten. Dass sie am Mittwoch auf dem Dienstplan steht, ist für die junge Frau völlig in Ordnung. „Als ich mich für den Beruf entschieden habe, wusste ich doch, dass Dienste an Feiertagen dazugehören“, sagt die 23-Jährige. „Es macht mir einfach Freunde, Menschen zu helfen“, sagt die junge Auszubildende. Und das gilt natürlich auch an Weihnachten.

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