Zahlen der Einbürgerungen bleiben weiter konstant

Von: tys
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Mit der Einbürgerungsurkunde wird die deutsche Staatsbürgerschaft besiegelt.

Stolberg. Im vergangenen Jahr wurden in der Städteregion 995 Personen eingebürgert und erhielten so die deutsche Staatsbürgerschaft. Damit stieg die Zahl im Gegensatz zu 2015 leicht um 0,9 Prozent (plus neun Personen).

Auch in Stolberg konnte eine leichte Erhöhung festgestellt werden: Bekamen in der Kupferstadt 2015 noch 76 Personen die neue Staatsbürgerschaft, wurden 2016 82 Personen eingebürgert – das macht ein Plus von 7,9 Prozent. Generell sind die Stolberger Zahlen seit fünf Jahren sehr konstant und belaufen sich auf durchschnittlich 81 bewilligte Anträge pro Jahr.

Um sichere Chancen auf eine Einbürgerung zu haben, gelten in Deutschland zwei Prinzipien: das Abstammungs- und das Geburtsortsprinzip. Ersteres bezieht sich auf die Eltern des Antragsstellers. Denn wer als Kind deutscher Eltern geboren wird, erhält automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Das gilt auch, wenn nur ein Elternteil aus Deutschland kommt – meist erhält das Kind dann eine Mehrstaatigkeit. Beim Geburtsortsprinzip gilt: Wird ein Kind von hier lebenden Ausländern in Deutschland geboren, erhält es die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit 18 Jahren kann es dann im Fall einer Mehrstaatigkeit entscheiden, welche Staatsangehörigkeit es behalten will.

Aber man kann auch einen Antrag auf Einbürgerung stellen, wenn man nicht unter diese zwei Prinzipien fällt. Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen vorliegen, wie zum Beispiel ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder ein Nachweis, bereits acht Jahre rechtmäßig in Deutschland zu leben. Ein Integrationskurs hingegen ist keine Voraussetzung, würde aber diese Zeit auf sieben Jahre verkürzen. Der Antrag kann erst ab einem Alter von 16 Jahren gestellt werden.

255 Euro pro Antrag

Neben den nötigen Unterlagen ist für eine Einbürgerung nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz auch eine Gebühr in Höhe von 255 Euro pro Person fällig. Für ein minderjähriges Kind, das mit eingebürgert wird, ermäßigt sich diese Gebühr auf 51 Euro.

Bereits bei Antragstellung wird dabei ein Vorschuss in Höhe von 75 Prozent verlangt, also 191,25 Euro. Die Restgebühren müssen dann vor Aushändigung der Einbürgerungsurkunde bezahlt werden. Kosten für abgelehnte oder zurückgenommene Anträge werden nicht erstattet.

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