Würselener Straße: Geschäftsleute kritisieren Fahrrad-Schutzstreifen

Von: Robert Flader
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35.000 Quadratmeter für ein Halleluja? Wolfgang Büscher will das Gelände an der Würselener Straße kaufen - wenn die von der Verwaltung geplanten Fahrrad-Schutzstreifen nicht installiert werden. Foto: R. Flader

Stolberg. Die von der Verwaltung geplanten Fahrrad-Schutzstreifen entlang der Würselener Straße sorgen vor der entscheidenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) am Donnerstag für großen Wirbel.

„Das ist für uns Geschäftsleute eine Fehlentscheidung, wie sie größer nicht sein kann”, ärgert sich Wolfgang Büscher vom gleichnamigen Autohaus.

Das Pikante: Büscher selbst will auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein etwa 35.000 Quadratmeter großes Areal - aktuell ist dort noch ein Speditionsunternehmen beheimatet - aufkaufen und dort in den nächsten Jahren einen Gewerbepark errichten. „Das mache ich aber von der Perspektive, das heißt von der Entscheidung der Politik abhängig.”

Sollte der Schutzstreifen am Donnerstag vom ASVU durchgewunken werden, so die Angst von Anwohnern und Geschäftsleuten, fallen oberhalb, im Bereich der Einmündung der Hasencleverstraße, sämtliche Parkplätze weg. Bei einer Befragung waren fast alle Anwohner gegen die Wegnahme der Parkplätze.

„Gut, dass jemand da ran geht”

„Gerade von Kurzparkern leben doch die Autohäuser”, unterstreicht Kunibert Matheis, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Mitte. „Dass sich überhaupt jemand bereit erklärt, an dieses Gelände ran zu gehen, ist doch ein dolles Ding.” Der Boden des ehemaligen Worms-Geländes ist eine versiegelte Fläche, „eigentlich ein richtiger Schandfleck”.

Der geplante Gewerbepark könnte, so Büscher, bis zu 20 Unternehmen nach Stolberg locken. Was neben den fehlenden Parkplätzen aus Sicht des Autohändlers noch problematisch sei: „Da wir viel Schwerlast und Rangierverkehr zu erwarten hätten, kann eine Straßenverengung sicher nicht die optimale Lösung sein.” Auch CDU-Sprecher Paul M. Kirch warnt vor „Schnellschüssen, mit denen wir 15 Jahre Planung und Gestaltung verschenken”.

Die CDU fordert neben einem eigenen - von der Mehrheit bereits abgelehnten - Verkehrskonzept Atsch vor allem eine intensivere Planung, „damit wir dieser Straße eine Chance geben können”, so Kirch weiter. Alternativ wollen die Christdemokraten einen kombinierten Fuß- und Radweg an einer Seite der Würselener Straße installieren.
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