Wohngebiet bei Gutenberg-Schule ausgeschlossen

Von: -jül-
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Stolberg. Aufs Tempo drückt die Stadt, damit der Landschaftsverband pünktlich im nächsten Jahr mit dem Neubau der Gutenberg-Schule am Rhein-Nassau-Weg beginnen kann.

Eigens damit der Stadtrat am Dienstag den Offenlage-Beschluss für den Bebauungsplan „Belgische Schule” fassen kann, kommt zuvor der Ausschuss für Stadtentwicklung zu einer Sondersitzung zusammen, der regulär auch am Donnerstag tagt.

Während im Rahmen der frühzeitigen Auslegung sich zwar eine Reihe von Bürgern an dem Vorhaben interessiert hatten, gab es jedoch keine Einwendungen zur Planung. Allerdings gab es von Seiten der Träger öffentlicher Belange Anregungen, die eingearbeitet wurden.

Wichtigster Punkt dürften die Ausweisung einer Fläche für „Gemeinbedarf als Stellplätze” im westlichen Teil des Gebietes sowie der generelle Ausschluss einer Wohnbebauung sein.

Mit diesen Regelungen können man auch die Bedenken der KME Germany AG & Co KG ausräumen, die aufgrund lärmschutzrechtlicher Vorschriften eine Existenzbedrohung des Unternehmensstandortes an der Kupfermeisterstraße befürchtete, erklärt die Verwaltung.

„Durch diese Änderung des Vorentwurfs entstehen dem Gewerbestandort keine rechtlichen, technischen oder sonstige Probleme und er wird grundsätzlich durch das geplante Vorhaben nicht in seiner Existenz bedroht”, erklärt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt.

Gefährlich werden könnte es aber bei den Bauarbeiten, warnt der Kampfmittelräumdienst, der an drei Stellen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein möglicher Bombentreffer wurde bereits ausgeräumt: Beim Abriss der Belgischen Schule gab es keinen Fund; die übrigen Stellen sollen diesmal vor dem Neubau untersucht werden.

Bereits untersucht sind mögliche Auswirkungen des geplantes Schulstandortes auf die Nachbarschaft durch Lärm: Nach derzeitigen Erkenntnissen bleibt des Lärmpegel der Gutenberg-Schule unter allen Ortientierungswerten; dies gelte auch für die Sporthalle, insbesondere dann, wenn bei Spielbetrieb Fenster und Türen geschlossen bleiben.

Problematisch ist allerdings noch die Versorgung des reaktivierten Schulstandortes mit Löschwasser. Um für den Brandfall eine ausreichende Wasser mit dem erforderlichen Druck bereitstellen zu können, muss das Versorgungsunternehmen Enwor eine Leitung in der Birkengangstraße erneuern. Das soll in diesem Jahr geschehen.
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