Stolberg - Wochenmarkt: Bei der Premiere will das Wetter nicht mitspielen

Wochenmarkt: Bei der Premiere will das Wetter nicht mitspielen

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Am Willy-Brandt-Platz waren sie zuletzt nur noch zu zweit: Obst- und Gemüsehändler Toni von Krüchten aus Heinsberg hat sich für den Umzug auf den Kaiserplatz eingesetzt. Foto: C. Hahn
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Ein Anfang ist gemacht: Der Zuspruch für den Samstagsmarkt auf dem Kaiserplatz litt allerdings unter dem miesen Wetter. Foto: C. Hahn

Stolberg. Der Anfang ist gemacht: Ab sofort gibt es wieder samstags zwischen 7 und 13 Uhr einen Wochenmarkt auf dem Kaiserplatz im Herzen von Stolberg. Eine Reihe von tapferen Kunden nutzten den Einstand am zurückliegenden Wochenende und versorgten sich an den sieben Ständen trotz widrigen Wetters unter anderem mit Eiern, Brot, Kleidung, Blumen, Obst und Gemüse.

Mit dabei waren Elvira Spaniol und ihre Kollegin, die von ihrem Verkaufswagen aus Brot aus den Tiefen der Eifel unters Volk brachten – wie auch an (fast) jedem Mittwoch, an dem das Team ebenfalls in der Kupferstadt präsent ist. Ihre Arbeit beginnt zu einer Zeit, zu der sich viele Bürger in ihrem Bett noch einmal herumdrehen: Ab 4 Uhr wird die Ware in die Regale des Fahrzeugs geräumt, in einer Halle in der Atsch.

Etwa zur gleichen Zeit hatte Toni von Krüchten aus Heinsberg seinen Tag begonnen, zusammen mit Ehefrau und Sohn die frischen Erdbeeren, Zuckerschoten und viele andere Früchte der Erde in seinen Lastwagen geladen. Damit ist er dann nach Stolberg gefahren, um vor dem historischen Rathaus seinen Stand zu platzieren. Von Krüchten, der wie die Damen vom Brot zu den Beschickern am Mittwoch zählt, hat im Übrigen etwas damit zu tun, dass es jetzt wieder in der Stadtmitte einen Markt am Samstag gibt.

Bisher nämlich gab es zur gleichen Zeit wie jetzt am Kaiserplatz einen Wochenmarkt am Willy-Brandt-Platz. Der aber erzielte seit längerem schon eine bei Ein- und Verkäufern nur noch deprimierend schlechte Akzeptanz: „Zuletzt waren wir nur noch zu zweit“, erinnert sich von Krüchten. Also machte er sich auf zum damals neu gewählten Bürgermeister Tim Grüttemeier und wies ihn auf den Missstand hin.

Mag der erste Markt-Samstag auch so seine eigenen Probleme mit sich gebracht haben. Der Vorteil des Einkaufs liegt für viele Kunden auf der Hand: „Die Frische, die Frische!“ rief eine von Toni von Krüchtens Stammkundinnen stellvertretend aus, als sie gefragt wurde, worin das Plus des neuen Angebots bestehe. Indes sah es so aus, als ob sich der eine oder andere Beschicker vom miesen Wetter daran hatte hindern lassen, nach Stolberg zu kommen. Einen Fisch- und einen Käsehändler – den gab es zumindest am Premierentag noch nicht.

Der neue Samstagsmarkt bietet sicher ein gutes Basissortiment. Erweiterungsfähig, ja vielleicht sogar erweiterungsbedürftig, ist er darum nicht minder. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht schon am nächsten Samstag.

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