Wo der Wald zum Kunstobjekt wird

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Insgesamt wirken 29 Kunstschaffende, der Naturschutzbund und die Biologische Station bei der Ausstellung „Wald_Arbeiten“ am Hammerberg mit. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Kupferstädter Kunstlandschaft wird um eine Attraktion reicher: Ein neues Konzept will einmal jährlich zahlreiche Kunstschaffende aus der Region zusammenbringen und eine themengebundene Ausstellung präsentieren.

 Die Premiere des besonderen Kunstkonzeptes steht schon am kommenden Wochenende an (siehe Infokasten), wenn fast 30 Künstler ihre „Waldarbeiten“ in Birgit Engelens Skulpturengarten und Atelierhaus am Hammerberg präsentieren. Dabei wird deutlich, dass die Ausstellung zu dem Thema Wald mit enormer Vielfalt besticht.

Schon die Kunstdisziplinen der Aussteller sind unterschiedlich, und noch mannigfaltiger sind die künstlerischen Annäherungen an den Wald. Die darstellende Kunst wird durch Tanzperformance und poetische Lesungen ergänzt, Biologische Station und Naturschutzbund informieren über den Wald, und die Bandbreite der künstlerischen Spielarten ist äußerst groß. Ob Malerei, Installationen, Fotokunst oder Assemblagen, Skulpturen, Graffiti, Collagen oder Objekte – der Wald als Thema inspiriert die Kunstschaffenden auf facettenreiche Art und Weise, was die Ausstellung eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Fotografien und Gemälde greifen den Wald teils naturalistisch auf, ergründen sein Wesen aber auch abstrahiert. Formsprache, Farben und Licht des Waldes, die Harmonie der Natur, der Wald als Lebensraum und Gegenpol zur urbanen Lebenswirklichkeit der modernen Menschen werden auch in Plastiken und Objekten aufgegriffen. Als Material der Skulpturen bietet sich freilich Holz an, allerdings verblüffen einige Künstler damit, das organische Thema mit Stahl, Draht, Keramik und mehr zu bearbeiten. Überraschend ist auch, wie verschiedene Installationen den Wald kunstvoll aufgreifen.

Aha-Momente gibt es viele bei der sehenswerten Gruppenausstellung, weil die Künstler den Wald von innen wie von außen betrachten, diverse Positionen zum Thema beziehen, sich ihm ästhetisch, philosophisch, romantisch wie kritisch und hintergründig nähern, die Seelen des Waldes und der Menschen in Verbindung bringen. „Waldarbeiten“ fasziniert sowohl mit großer Fülle von Exponaten, als auch mit den Ideen der Künstler und den vielschichtigen Umsetzungen.

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