Wirtschaftlicher Erfolg im Wald: 9000 Setzlinge für Kulturen

Von: Jürgen Lange
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Vorausgesetzt kein Sturm macht dem Förster einen Schnitt durch seine Rechnung, sollen in diesem Jahr 5690 Festmeter Holz im Stolberger Stadtwald eingeschlagen und vermarktet werden. Eine gut kostendeckende Bewirtschaftung ist vorgesehen. Foto: J. Lange
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Förster Theo Preckel hat stets den Wald und die städtischen Finanzen im Blick.

Stolberg. Im Grunde arbeitet der Forst kostendeckend. In der Kupferstadt schreibt Theo Preckel schon immer „schwarze Zahlen“, besonders gute seit den vergangenen Jahren. Das ist auf der einen Seite vor allem dem wirtschaftlichen Geschick des Försters zu verdanken.

Es hängt zum anderen aber auch ab von der Entwicklung der Holzpreise, der Qualität des jeweils eingeschlagenen Bestandes und einer prosperierende Aufarbeitung von Sturmschäden vergangener Jahre bei nahezu konstantem Aufwand. Der rangiert im Jahresdurchschnitt unter 450.000 Euro.

Bei rund 500 000 Euro wurde in den ersten beiden Jahren dieses Jahrzehnts der wirtschaftliche Erfolg bemessen. Für das vergangene Jahr wurde mit einem Ergebnis von 145.000 Euro das geplante Ziel von 137.000 Euro mehr als erfüllt, das auch für dieses Jahr angestrebt wird. Das geht zumindest aus dem gestern Abend vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt verabschiedeten Forstwirtschaftsplan hervor.

Ja nach Nachfrage auf dem Holzmarkt beabsichtigt Stolbergs Förster einen Einschlag von 5690 Festmeter. Mit 2830 Festmeter werden Fichtenbestände dabei den größten Anteil haben. 1160 Festmeter Kiefer, und je 250 Festmeter Buche und Eiche komplettieren den Plan, gut 350.000 Euro zu erlösen. Mit Einnahmen in Höhe von 50.000 Euro aus Jagdpachten und 20.000 Euro aus Zuschüssen wird gerechnet. Mit 5000 Douglasien und 4000 Buchen sollen bestehende Kulturen nachgebessert und neue angelegt werden.

Soweit die Planung, die vor allem auf der Erfahrung des Försters beruhen. Denn eigentlich ist für die Bewirtschaftung des Waldes ein sogenanntes Forsteinrichtungswerk vorgeschrieben, das die Entwicklung der Bestände über den Zeitraum einer Dekade prognostiziert.

Doch das letzte Forsteinrichtungswerk ist seit fünf Jahren abgelaufen und müsste dringend erneuert werden. Die Erstellung solch eines Leistungsbuches kostet voraussichtlich 40.000 Euro. „Bis dato förderte das Land die Erstellung mit 70 Prozent der anfallenden Kosten“, beklagt Preckel, das diese Mittel seit vielen Jahren zwar immer beantragt, aber nie bewilligt worden seien. Mittelfristig sei die Erstellung des Forsteinrichtungswerkes gegebenenfalls zu Lasten der Stadt unabweislich.

Doch hinter solch eher nüchternen Zahlenwerken und der naturnahen Bewirtschaftung des von der Bevölkerung intensiv genutzten Stadtwaldes kommt im Alltag auf den Förster und sein Team jede Menge weitere Arbeit zu. Das fängt an bei der Mithilfe zur Ortsteilverschönerung, der Lieferung von Weihnachtsbäumen für alle städtischen Schulen und Tageseinrichtungen, geht weiter bei Bau und Unterhaltung von Wander- und Reitwegen, Grillhütten und Bänken für Erholungssuchende, die Unterhaltung und Pflege der Lehrpfade, Naturschutzgebiete und -denkmale.

Aber auch Maßnahmen zum ökologischen Ausgleich wie beispielsweise bei der Entwicklung des Gewerbegebietes Camp Astrid und für das Seniorenzentrum Süssendell gehören zur Tagesordnung im Stolberger Forstamt.

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