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Windräder: Bürgerinitiative fordert Ende der Planungen

Von: dim
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Stolberg-Schevenhütte. In einem offenen Brief an den Bürgermeister Tim Grüttemeier fordert die Bürgerinitiative „Gegenwind in Schevenhütte“, das Planfeststellungsverfahren bezüglich möglicher Windkraftanlagen „zügig zu einem Ende zu bringen“. Eine weitere Prüfung des Standortes Laufenburger Wald sei „völlig überflüssig“.

„Die von uns befragten Fachleute von Naturschutzverbänden haben uns klar bestätigt, dass der Wald im Sinne des Artenschutzes nicht als Standort für Windräder infrage kommt“, erklärt Ulrich Prinz, einer der Sprecher der Bürgerinitiative. Lars Krüger betont, es ändere nichts an den Fakten, dass es für den Standort einen interessierten Investor gibt: „Der Laufenburger Wald ist definitiv noch weniger für die Ansiedlung eines Windparks geeignet als die übrigen untersuchten Standorte in Stolberg.“

In ihrem offenen Brief an den Bürgermeister kündigt die Initiative an: „Sollten Sie das Planfeststellungsverfahren wider jede Vernunft und gegen den gesunden Menschenverstand dennoch weiter betreiben, werden wir jeden erdenklichen Widerstand leisten. Sowohl auf politischer, als auch auf fachlicher und juristischer Ebene werden wir alle Mittel nutzen, die uns zur Verfügung stehen.“ Ausdrücklich lädt die Initiative den Bürgermeister und alle Ratsvertreter zu ihrer nächsten öffentlichen Versammlung am Mittwoch, 11. Februar, um 19 Uhr in die Gaststätte „Casino“, Nideggener Straße 39, ein, um gemeinsam in einen „konstruktiven Dialog“ zu treten.

„Vielleicht können die Kommunalpolitiker uns dann auch die Fragen beantworten, die bisher leider offen geblieben sind“, hofft Prinz. „Etwa ob die Stadt als Gesellschafter des Investors objektiv sein kann, oder warum Stolberg sich gegen die Entscheidungen der Nachbargemeinden stellt.“

Auch Fragen zum Schallemissionsgutachten und zum Landschaftsbild seien im Rahmen der Bürgerfragestunde im Anschluss an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU), der am 21. Januar getagt hat, nicht beantwortet worden.

„Das gilt leider auch für die Frage der Wirtschaftlichkeit“, sagt Prinz und verweist auf die Ratssitzung vom 16. Juli 2013. „Seinerzeit hat Tim Grüttemeier noch als CDU-Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer hinsichtlich schutzwürdiger Waldgebiete nachgehakt und die berechtigte Frage nach der Wirtschaftlichkeit der geplanten Standorte gestellt.“

Im Falle der anderen drei Planflächen im Stolberger Stadtgebiet habe Grüttemeier bewiesen, dass er als Bürgermeister ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger habe und Sachargumenten gegenüber zugänglich sei. „Wir wissen, dass Sie auch in diesem Verfahren Ihre Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen werden“, richtet die Bürgerinitiative „Gegenwind in Schevenhütte“ das Wort in ihrem offenen Brief an den Chef der Stadtverwaltung.

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