„Willkommen im Paradies” von Vicht

Von: Esther Kellen
Letzte Aktualisierung:
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Teuflisch lustig: Immer ein Quell von Freude und guter Laune sind die Teufelinnen der Vichter Narren- und Piratengarde, die auch das stete Nass aus den Himmelschleusen nicht fürchteten beim schmucken Umzug im heimischen Stadtteil. Foto: E. Kellen

Stolberg-Vicht. Von Regen und Kälte lässt sich ein echter Karnevalsjeck nicht abhalten. Es wird sich einfach warm geschunkelt und beim Kamellefangen aufgewärmt. Und so säumten trotz Bewässerung von oben viele bunt Kostümierte Narren den Zugweg in Vicht.

Pünktlich um 15 Uhr machte sich der närrische Lindwurm auf den Weg durch das Dorf, zuerst Richtung Zweifall und dann zurück Richtung Nachtigällchen. Schließlich soll sich jeder Anwohner freuen, wenn der Zug auch an seinem Fenster vorbei fährt. Denn insbesondere an den Fenstern hatten sich bei regnerischem Wetter viele Narren eingefunden und feierten mit, was das Zeug hielt.

Im Zug war die Stimmung nicht weniger ausgelassen. Die KG Närrische Lehmjörese Vicht, die Vichter Narren- und Piratengarde sowie die KG Löstige Wölleklös aus Mausbach mit Prinz Bernd I. und Prinzessin Sylvia (Eisenberg) sowie Kinderprinzessin Bianca I. waren dort mit von der Partie.

Die stolzen Mariechen der Piratengarde erfreuten die Besucher des Zuges mit Tanzeinlagen auf dem Weg, ein Anblick, den man sonst allenfalls auf einer Bühne bewundern kann.

Wilder Westen wird lebendig

Außer den großen Wagen und Gruppen der Gesellschaften zogen bunte Fußgruppen mit. Der Wilde Westen wurde lebendig und vier böse Buben mit Aushängen gesucht. „Willkommen im Paradies” lautete das Motto der bunt gekleideten Damen, die als farbenfrohe Paradiesvögel durch die Straßen zogen.

Allerdings zeigten die bunten Vögel keine Scheu vor den Vogelscheuchen, die gleich hinter ihnen zu finden waren. Im Gegenteil wurde das ein oder andere Bützchen gerne verteilt. Neben Strohpuppen, Piraten und Vogelscheuchen zogen auch Hippies mit und sorgten für gute Laune. Auch die Autofahrer, die wegen des Zuges warten mussten, lachten mit und durften sich ebenfalls über Kamelle freuen, die sie gleich ins Auto geliefert bekamen.

An privaten und von den Vereinen organisierten Theken ließ es sich besonders schön feiern, denn hier konnte man sich auch von innen wärmen. Denn in Vicht ist der Zug noch urtümlich, man macht sich einfach Freude und das gleich vor der Haustür. So wurden kurzerhand Sonnen- in Regenschirme umfunktioniert, unter denen es sich trockenen Fußes trefflich feiern lässt.

Die kleinen Karnevalisten auf den Wagen und am Wegrand wurden mit vollen Taschen mit Süßigkeiten belohnt. Da tut auch ein bisschen Regen der guten Laune keinen Abbruch. So hatten Klein und Groß viel Spaß und sangen aus vollem Herzen „Heut ist so ein schöner Tag” und viele andere bekannte Karnevalsschlager.

Auch nach dem Zug war der Spaß noch nicht vorbei, denn nach seiner Auflösung gesellten sich die Akteure zu den lustigen Besuchern an diversen Theken des Ortes.
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