„Wild Island“: Stolberger Maximilian Möhring hält durch

Von: oha
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Maximilian Möhring aus Stolberg (Vierter von rechts) wirkte bei der TV-Serie „Wild Island“ mit.

Stolberg. Maximilian Möhring hat die vier Wochen in der Wildnis auf einer einsamen Insel gut überstanden. Er habe völlig neue Erfahrungen für sein Leben gemacht, teilte der Stolberger Geschäftsführer der Piratenpartei am Freitag auf Anfrage mit.

Andere Kandidaten der TV-Serie „Wild Island“ von ProSieben/Sat1 gaben allerdings frühzeitig auf. Beim Start der Fernsehaufzeichnungen im Sommer wurden 14 Kandidaten auf der einsamen Insel ausgesetzt. Zum Drehschluss war mehr als ein Drittel der Abenteurer nicht mehr dabei.

Es sei von Anfang an geplant gewesen, das Filmmaterial von den vier Wochen auf der Insel zu Ausstrahlung im Fernsehen auf eine Serie von einer Woche zusamenzustreichen, erklärte Felicitas Onnen von ProSieben/Sat1 am Freitag. Am Samstag wird es zum Abschluss des Formates eine Doppelfolge von „Wild Island“ geben.

Offenbar waren nicht alle Kandidaten für den langen Aufenthalt in der Wildnis gewappnet. Nesthäkchen Svenja hatte in ihrer jugendlichen Naivität nicht damit gerechnet, dass die 14 Teilnehmer lernen mussten, sich etwas Essbares zu jagen und selbst Feuer zu machen. Nach ihr gab auch Johannes auf, nachdem er sich bei einem Sturz einen Bandscheibenvorfall zugezogen hatte. Thommy musste das Set mit Zahnschmerzen verlassen. Und es würden wohl bis zum Ende der Serie noch mehr Kandidaten aufgeben, kündigte Onnen an.

Maximilian Möhring hielt durch. „Ich habe aber ein völlig neues Verhältnis zum Essen entwickelt“, sagt der Kommunalpolitiker aus Stolberg. Wer Fleisch esse, solle sich dann aber auch ansehen, wo und wie dieses Fleisch produziert werde. Er habe sich selbst auf der Insel etwas näher kennen gelernt, so Möhring. „Man kam sowohl in körperliche als auch in soziale Grenzsituationen.“

Im Laufe der Zeit seien auch die Kraftreserven des Körpers verloren gegangen. Vermutlich weil ihm am Ende wichtige Vitamine und Mineralstoffe fehlten. Zuletzt habe er lange gelegen, weil der Körper so schlapp war. Möhring: „Es war schon hart, sich derart mit sich selbst auseinanderzusetzen.“ Gelernt habe er während der vier Wochen auch, dass der Mensch sich nicht immer nur neue Ziele setzen dürfe, sondern das Erreichen von Zielen auch wahrnehmen und genießen müsse. Möhring: „Man muss sich mehr auf den Weg konzentrieren.“

Der Stolberger Politiker hat wenig Verständnis für den „Shit-storm“, den Nutzer des Internetanbieters Twitter zur Sendung los getreten haben. Da ging es vor allem um den Fleischkonsum der Inselbewohner.

Möhring: „ Es ist wichtig, dass Menschen die Gesellschaft darauf aufmerksam machen, wenn der Konsum aus dem Ruder läuft. Aber Veganer oder Vegetarier können nur die Maßstäbe für sich selbst setzen, nicht für jeden.“ Der Stolberger listet auf, dass weltweit im Jahr 750 Millionen Tiere getötet werden, weil sie als Nahrungsmittel dienen. Möhring: „Bei uns bei Wild Island waren es fünf!“

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