Stolberg - Wieder ein Wachwechsel in der Kaserne

Wieder ein Wachwechsel in der Kaserne

Von: Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
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Vorgänger und Nachfolger: Kasernenkommandant Jürgen Werner (Mitte) übergab das Kommando der I. Inspektion von Oberstleutnant Jan Woywod (links) an Oberstleutnant Frank Moritz.

Stolberg. Knapp zwei Jahre lang stand Oberstleutnant Jan Woywod als Chef an der der Spitze der 1. Inspektion der Lehrgruppe A der Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik (TSL/FSHT) in der Donnerberg-Kaserne.

Doch nur 14 Monate war der Diplom-Ingenieur vor Ort, den Rest dieser Zeit verbrachte er als Mentor für den Aufbau der Logistikschule der afghanischen Armee in Kabul. Nun übernimmt der Offizier seinen neuen Dienstposten beim Logistikzentrum der Bundeswehr in St. Augustin. Im Rahmen eines Appells verabschiedete Oberstleutnant Jürgen Werner, Kommandeur der Lehrgruppe A, den scheidenden Inspektionschef und übergab die Inspektion seinem Nachfolger Oberstleutnant Frank Moritz.

„Der Moment des Abschieds ist immer ein sehr emotionaler Augenblick”, begrüßte Oberstleutnant Jan Woywod am Sonntag Morgen ein letztes Mal „seine” Truppe. „Wir haben zusammen gefroren und geschwitzt. Es ist uns gelungen, unmöglich erscheinendes möglich zu machen”, erinnerte er an die vergangenen zwei Jahre, in denen im Zuge des Transformationsprozesses der Bundeswehr eine umfassende Neuausrichtung der 1. Inspektion auf dem Programm stand.

Doch in jedem Abschied sei auch eine große Chance auf Fortschritt enthalten. „Jeder neue Vorgesetzte bringt neue Ideen mit. Diese Chance fordert von ihnen allerdings eine Startinvestition. Ich fordere sie auf, alles zu tun, um schnell zueinander zu finden”, schrieb Oberstleutnant Jan Wojwod seinen Soldaten ins Stammbuch.

Kasernenkommandant Jürgen Werner sprach zu Beginn des Appells Major Hartmut Kuhse, der Oberstleutnant Jan Wojwod während dessen Afghanistan-Einsatz vertreten hatte, eine förmliche Anerkennung aus, bevor er in seiner Ansprache auch auf die Gesamtsituation der Bundeswehr einging. Diese befinde sich derzeit wohl in ihrem tiefgreifendsten Veränderungsprozess.

Dem scheidenden Inspektionschef bescheinigte er hervorragende Arbeit geleistet zu haben: „Sie sind ihren Überzeugungen treu geblieben, waren aber nicht nur hartnäckig, sondern haben in Überzeugungsarbeit investiert. Das über den Zaun schauen bei Weiterbildungsreisen und ihr weitsichtiger Umgang mit Lob und Tadel dazu beigetragen, dass sie nun nicht nur eine leistungsfähige und intakte Ausbildungseinheit übergeben, sondern auch eine Einheit, die der besonderen Rolle einer 1. Inspektion einer Truppenschule würdig ist.”

1967 in Hamburg geboren

In Oberstleutnant Frank Moritz sieht der Kommandeur der Lehrgruppe A einen absolut geeigneten Nachfolger. Der 1967 in Hamburg geborene Diplom-Ingenieur trat zum 1. Oktober 1987 beim 2. Jägerbataillon 67 in Breitenburg/Nordoe in die Bundeswehr ein. Von 1990 bis 1994 absolvierte er ein Maschinenbau-Studium an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Nach Stationen in Munster und Rothenburg/Wümme folgte eine Verwendung im Bereich G3/S3-Schutz beim Heeresamt in Köln. Vom 2. Oktober 2006 bis zum 5. Februar 2007 war Frank Moritz als S3-Stabsoffizier und stellvertretender Bataillonskommandeur des Logistikbataillons im KFOR-Einsatz in Prizren. Als stellvertretender Bataillonskommandeur des Logistikbataillons 161 in Delmenhorst versah der Oberstleutnant vom 19. September 2008 bis zum 18. Februar 2009 seinen Dienst als Leiter des Verbindungskommandos Logistik Unifil vor der Küste des Libanon.
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