Wie in Hollywood: Sparkasse mit Geländewagen aufgebrochen

Von: -jül-
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Der rückwärtige Tresor des Geldautomaten hielt brachialer Gewalt stand. Aber dort, wo er bislang im Foyer stand, gibt ein großes Loch in der Wand jetzt den Blick frei ins benachbarte Büro. Foto: Jürgen Lange
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Nur noch schrottreif: Der Geldautomat ist völlig demoliert. Foto: Jürgen Lange
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Mit einem Geländewagen als Rammbock haben unbekannte Täter versucht, eine Bank in Stolberg zu überfallen. Foto: Jürgen Lange

Stolberg/Düren. Es muss einen riesigen Krach gegeben haben, als am Dienstag in der Früh gegen 1.50 Uhr der weiße Mercedes Geländewagen in Hollywood-Manier die hintere Glastüre der Sparkasse durchbricht. Mehrere Täter sitzen in der G-Klasse-Fahrzeug mit Oldtimer-Kennzeichen.

 Kaum haben sie die schwere Glastüre überwunden, nehmen sie ihr nächstes Ziel ins Visier. Gleich mehrfach donnern die Täter mit dem tonnenschweren Geländewagen gegen mit Sandsteinplatten verkleidete Innenwand. Dort ist der Geldautomat der neueren Generation verankert.

Das Auto driftet durch das Foyer. Reifenabrieb und Bremsspuren auf dem Steinboden zeugen von der Chaosfahrt. Der Geländewagen zertrümmert den Aufzug, beschädigt Schließfächer; und letztlich brechen die Täter den gesamten Geldautomaten aus der Wand, versuchen den Tresor mit brachialer Gewalt und Autokraft aufzubrechen.

Um 1.50 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Zu dem Zeitpunkt durchbrach gerade ein mit mehreren Personen besetzter Geländewagen die Glasfront einer Bankfiliale auf der Rathausstraße, drang durch den Vorraum und fuhr gleich mehrmals gegen einen in der Wand installierten Geldautomaten. Der Geldautomat wurde dabei völlig zerstört, blieb aber für die Gangster unzugänglich. Soll heißen: Sie bekamen ihn offenbar trotz Brachialgewalt nicht geknackt.

Nach ersten Erkenntnissen flüchteten die Täter ohne Beute. Zurück blieben der schwer beschädigte Geländewagen, den die Täter fluchtartig verlassen hatten und der völlig zertrümmerte Eingangsbereich der Bankfiliale.

Es ist anzunehmen, dass die Gangster mit einem bereit stehenden Fluchtwagen davonbrausten. Hierauf deutet einiges hin. Sofort wurde eine Großfahndung eingeleitet. Daran beteiligt waren die Bundespolizei, die Autobahnpolizei und die Behörden in den Niederlanden und Belgien. Der Geländewagen, der wohl aufgrund der schweren Beschädigungen in Brand geraten war, wurde sichergestellt. Die Feuerwehr hatte noch einen Vollbrand verhindern können. Das Fahrzeug war Stunden vor der Tat in Düren gestohlen worden. Der Halter hatte den Diebstahl noch gar nicht bemerkt und erfuhr erst davon, als die Polizei um 2 Uhr vor der Türe stand.

Noch in der Nacht wurden am Tatort umfangreich Spuren gesichert. Am Dienstag vernimmt die Polizei einige Zeugen und wertet die Videoaufnahmen vom Tatort aus. Ob Zusammenhänge mit den Blitzeinbrüchen der letzten Tage in Fahrradgeschäfte in Würselen und Roetgen bestehen, kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Verlässliche Hinweise hierfür gibt es bislang jedoch nicht. Hinweise bitte an die Kripo in Stolberg unter der Telefonnummer 02402 - 9577 33201 oder 0241 - 9577 34210.

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