Wickelbär löst Einsatz aus: „Bei mir in der Küche sitzt ein Affe“

Von: Laura Beemelmanns
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Der kleine Wickelbär freundete sich gleich mit der Feuerwehr an. Foto: Feuerwehr

Stolberg-Donnerberg. Man könnte fast vermuten, dass am Donnerstagabend jemand der Stolberger Feuerwehr einen Bären aufbinden wollte. Das zumindest hätten die Feuerwehrmänner nach dem Notruf, der gegen 22 Uhr einging, denken können: „Bei mir in der Küche sitzt ein Affe“, hieß es am Telefon in der Zentrale.

Das klingt kurios und durchaus untypisch für eine eher weniger tropisch gelegene Stadt wie Stolberg. Affen gibt es hier nun wirklich nicht.

Die Feuerwehr nahm den Notruf natürlich dennoch ernst und machte sich auf den Weg in die Eupener Straße. Und tatsächlich fanden sie dort in einer Küche ein etwa 50 Zentimeter großes Tier vor, das sich das frische Obst aus der Obstschale schmecken ließ. „Das Tier war zahm und sehr lieb“, sagt der Sprecher der Feuerwehr, Michael Konrads.

Offenbar handelte es sich um ein Tier, das den Umgang mit Menschen gewohnt ist. Daher konnten die Feuerwehrleute es ohne Probleme mitnehmen. Bei der Übergabe an den rechtmäßigen Besitzer stellte sich dann aber heraus, dass es sich nicht um einen Affen, sondern um einen Wickelbären handelte.

Wickelbären, auch Honigbären genannt, sind Kleinbären, die hauptsächlich im südlichen Mittelamerika und im nördlichen Südamerika vorkommen. Besonders auffällig ist der lange, greiffähige Schwanz des Tieres, mit dem er geschickt klettern kann. Das bewies der kleine Bär auch gleich, da er zuvor am Wohnhaus entlang in Richtung des Küchenfensters im Erdgeschoss geklettert sein muss, das die Anwohner zum Lüften geöffnet hatten.

Die Feuerwehrleute freuten sich über den tierischen Einsatz. Schließlich gab es so auch eine Nachhilfestunde in Artenkunde gratis dazu. Warum der Bär ausgebüxt war, ist bislang aber nicht geklärt.

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