Stolberg - Wichtige Impulse für Stolberg beim „Equal Pay Day“

Wichtige Impulse für Stolberg beim „Equal Pay Day“

Von: dim
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Auf übersichtlichen Schaubannern informiert die Ausstellung im alten Rathaus zum Thema „Lohnungleichheit in Deutschland“. Foto: D. Müller

Stolberg. Mit drei Aktionen beging Stolberg den „Equal Pay Day“, der die gleiche Bezahlung für Frauen und Männer fordert – nicht am 21. März, sondern am Wochenende, in der Hoffnung auf größere Resonanz. Zum einen hatte die städtische Gleichstellungsbeauftragte Susanne Goldmann einen „Stimmbildungsworkshop“ für Frauen organisiert. Es sei jedoch zunächst bei einer theoretischen Einführung für die fünf Teilnehmerinnen geblieben, so Goldmann.

 „Für den praktischen Teil des Workshops haben aber schon mehr Frauen ihr Interesse bekundet.“ An der „ideellen Tauschbörse für Frauen“ nahm niemand teil, doch die Gleichstellungsbeauftragte hält an der Idee fest. „Wahrscheinlich ist diese Tauschbörse nicht geeignet, sie an nur einem Tag anzubieten“, meint sie und denkt daran, die Tauschbörse langfristig online zu etablieren. Frauen in Stolberg könnten dann dauerhaft und komfortabel ihre unbezahlten, also „ideellen“ Arbeiten tauschen, sich vernetzen und helfen. „Wer zum Beispiel Zeit zum Bügeln hat, aber kein eigenes Auto, kann dann das Wäschebügeln im Tausch gegen Einkäufe anbieten“, beschreibt Goldmann.

Obwohl Workshop und Tauschbörse nicht die gewünschte Resonanz erzielten, wertet die Gleichstellungsbeauftragte den „Equal Pay Day“ als Erfolg, denn es sei eine florierende „Ideenbörse“ entstanden. Die Wanderausstellung zum Thema „Lohnungleichheit in Deutschland“ war demnach relativ gut besucht. „Die anwesenden Frauen haben viele konstruktive Gespräche geführt und wichtige Impulse über das Thema der ungleichen Löhne hinaus ausgetauscht.“

Als Beispiel nennt Goldmann die Anregung, etwa in Schulen junge Mädchen anzusprechen. „Den jungen Frauen bewusst zu machen, dass immer mehr Familien von einem einzigen Verdienst nicht leben können und zudem die Zahl der Scheidungen und damit die der alleinerziehenden Mütter steigt, ist wirklich wichtig.“

Ein ganz konkretes Resultat des „Equal Pay Days“ freut die Gleichstellungsbeauftragte besonders: „Es haben sich drei Frauen gefunden, die bald ein zweitägiges Seminar zum Thema ,Frauen in der Kommunalpolitik‘ besuchen werden. Anschließend wollen sie als Multiplikatoren fungieren, um bei diversen Anlässen die Frauen in Stolberg zu informieren und für politisches Engagement zu begeistern.“ Zwar seien in der Kupferstadt Frauen politisch aktiv, wie allein die drei stellvertretenden Bürgermeisterinnen zeigten, aber in der Gesamtbetrachtung immer noch unterrepräsentiert.

Goldmann verweist darauf, dass die Ausstellung „Lohnungleichheit“ auch weiterhin zu sehen ist. „Ein Besuch der Ausstellung ist etwa für Schulen in Hinblick auf den Mädchen-Zukunftstag ,Girls‘ Day‘ lohnenswert.“ Am 25. April erhalten Schülerinnen wieder Einblick in Berufsfelder, die sie bisher eher selten in Betracht gezogen haben.

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