„Wichtige Impulse für den Schulalltag“ an Realschule Mausbach

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Stolberg-Mausbach. „Vor allem in der Berufswelt sind soziale Kompetenzen gefragt, aber auch für eine erfolgreiche Erziehungsarbeit in der Schule sind sie unverzichtbare Grundlage“, erklärt Jürgen Meeßen, neuer Konrektor der Realschule Mausbach. Zum vierten Mal standen deshalb einen ganzen Schultag lang Projekte und Aktionen zu sozialen Themen auf dem Stundenplan.

„Einige Projekte sind mit kleineren Änderungen aus den letzten Jahren übernommen worden“, sagt Meeßen. „Allerdings haben wir bewusst den Rahmen vom sozialen Lernen auf das soziale Miteinander erweitert und dabei gab es dann eine Reihe neuer Akzente. Neu war auch die Möglichkeit, aus klassenübergreifenden Projekten auszuwählen.“

Fünftklässler der Mausbacher Realschule halfen auf dem Bauernhof des Tierparks Aachen mit und fütterten und pflegten die Tiere. Eine interessante Aktion des Jahrgangs war das Müllprojekt. Mit Zangen und Eimern ausgerüstet, sammelten die Jüngsten der Realschule eifrig den Müll ein, um ihn dann zu sortieren. „Der Löwenanteil war Verpackungsmüll“, erzählt Klaus Geuchen, Klassenlehrer einer fünften Klasse. „Das war den Kindern bisher gar nicht so klar. Sie wollen jetzt alle mehr darauf achten, weniger Plastik zu benutzen und Müll nicht einfach irgendwohin wegzuwerfen.“

Der Umgang mit sozialen Netzwerken stand gleich für drei Jahrgänge auf dem Programm. Aufklärung über die Strafbarkeit bestimmter Handlungen im Internet, Leichtsinn und Fahrlässigkeit im Umgang mit persönlichen Daten in der virtuellen Öffentlichkeit, aber auch das Phänomen Cyber-Mobbing waren dort die wichtigsten Themenblöcke. Die Jahrgänge 6 und 7 bearbeiteten darüber hinaus praxisnah in Kleingruppen wichtige Themen rund ums Erwachsenwerden. Etwa zur „Flucht in die Sucht“ und zum Umgang mit Menschen mit Handicaps.

Passend dazu gab es zwei Gruppen, die das Altenheim in Gressenich besuchten, um dort den Senioren vorzulesen und vorzuspielen sowie zwei weitere Gruppen, die eine Werkstatt für Behinderte besuchten. Die Jahrgangsstufe 9 arbeitete mit den Lehrerinnen Marlene Weißen und Claudia Kranz in der „Kompetenzwerkstatt – meine Stärken, meine Zukunft“, dem Modellprojekt des nordrhein-westfälischen Schulministeriums, bei dem Jugendliche ihre Stärken entdecken sollen, um dadurch möglichst den passenden Job zu finden. Außerdem bereiteten sie sich damit nochmals intensiv auf die anstehenden Praktikumswochen vor.

Eine Gruppe 10er-Schüler engagierte sich beim Bau der Bühnenbilder für die neu gegründete Theatergruppe. Eine weitere Gruppe erarbeitete Ideen, um gegen Gewalt und Rechtsextremismus vorzugehen. Lob erhielten die Teilnehmer des Projektes „Gebärdensprache“ von der verantwortlichen Lehrerin Anja Sieprath: „Hier herrschte eine besonders angenehme und respektvolle Atmosphäre. Toll, dass so viele am Ende des Tages bereits ganze Sätze gebärden konnten.“ Besonders beeindruckt waren die Zehntklässler von der Referentin Isa Werth, deren Ausführungen von den beiden Gebärden-Dolmetschern Simone Binczyk und Friederike Ehrhardt für die Schülerinnen und Schüler übersetzt wurden. „Ein erneut gelungener Tag“, resümiert Schulleiterin Charlotte Eßer, „aus dem wir wichtige Impulse für den Schulalltag mitnehmen.“

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