Werther setzen auf Nachbarschaftshilfe gegen Einbrüche

Von: -jül-
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Mit ihren Spaziergängen durch das Dorf möchten die Werther Bürgern den Einbrechern ihren Job schwer machen. Foto: dpa

Stolberg. Eine Reihe von versuchten und erfolgreichen Wohnungseinbrüchen verunsichern die Bürger in Werth. Doch die Werther steckten den Kopf nicht in den Sand, sondern sie wurden initiativ. Sie wollten dies nicht tatenlos hinnehmen. Die Werther setzten auf nachbarschaftliche Hilfe.

Keineswegs auf die Gründung einer Bürgerwehr, wie sie betonen. Statt dessen gehen sie seit etwa zwei Monaten verstärkt in ihrem Dorf spazieren – sicherheitshalber. In regelmäßig unregelmäßigen Abständen sind die Werther nun unterwegs. Vor allem am Nachmittag und Abend bis in die Nachtstunden hinein drehen sie ihre Runden durch das Dorf. Und auch in den Morgenstunden halten die Werther nun die Augen auf.

Mit einem Flugblatt wurden jetzt noch einmal alle Nachbarn informiert und sensibilisiert. Wichtige Tipps, wie man sich verhalten und worauf man achten soll, werden weiter gereicht. „Wir versuchen, durch vermehrte Präsenz in unserem Dorf eventuell anwesende Straftäter zu verunsichern.“

Und das durchaus auch mit Erfolg. Zumindest konnte die Polizei keine weiteren Einbruchsdelikte aus dem Dorf in jüngerer Zeit vermelden – mit einer Ausnahme. Am vergangenen Samstag scheiterte der Versuch, in ein Haus an der Mausbacher Straße einzubrechen. Zur Hilfe kommt aber auch der Trend. Die große Einbruchswelle ist mittlerweile über die Kupferstadt hinweg gezogen in Richtung Nordkreis.

Über die aktuelle Lage und über Ermittlungserfolge möchte Polizeipräsident Dirk Weinspach informieren. Sicher ist bislang nur, dass die Anzahl der Delikte in Stolberg gegenüber den Vorjahr weiter zugenommen hat. Und in 2013 musste die Polizei bereits einen Anstieg um mehr als 100 Prozent auf über 300 Einbrüche vermelden.

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