Stolberg - Werke früherer Künstler in den Fokus gerückt

Werke früherer Künstler in den Fokus gerückt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Durch die neue Kunstausstellungsreihe „In Memoriam“ wird die 1839 erbaute Villa des Museumsquartiers Zinkhütter Hof dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich.

Stolberg. Ab Sonntag, 1. September, wird die Kupferstadt um eine Kunstausstellungsreihe reicher sein. Und um einen besonderen Ausstellungsort, denn die Schau mit Werken des Stolberger Kunstmalers und Art-Direktors Hermann Koch wird in der Villa des Museumsquartiers Zinkhütter Hof zu sehen sein.

„Ich bin begeistert von der Idee der Oedekovens, einen Teil des Gebäudes zu nutzen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, der nicht so oft zugänglich ist“, sagt Sebastian Wenzler, Leiter des Museums für Indus­trie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Jeden Sonntag geöffnet

Hildegard Nießen schließt sich ihm vorbehaltlos an: „Diesen außergewöhnlichen Ausstellungsort mit der Kunst eines Sohnes unserer Stadt zu etablieren, ist einfach toll“, betont die stellvertretende Bürgermeisterin. Kultur habe in Stolberg „nicht die Riesenlobby“, aber es seien immer die richtigen Leute engagiert. „Die neue Kunst-Reihe ist ein weiterer Beleg dafür.“

Das Erdgeschoss der 1839 erbauten Verwaltungsvilla aus der Frühphase der Industrialisierung soll künftig dauerhaft Werke bereits verstorbener Künstler beherbergen und ganzjährlich sonntags zu Ausstellungen einladen. „In Memoriam“ überschrieben, gelte die Reihe ganz bewusst Künstlern aus unserer Region, beschreibt Galeristin Christa Oedekoven, die das Konzept mit ihrem Ehemann Karl-Heinz Oedekoven entwickelt hat.

Programm für zehn Jahre

„Wir wollen in diesem historischen Gebäude Werke von Künstlern ausstellen, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Geplant sind je vier dreimonatige Ausstellungen im Jahr.“ Wie konkret diese Planung ist, unterstreicht Karl-Heinz Oedekoven mit seiner Aussage: „Wir sind guten Mutes, für die nächsten zehn Jahre Programm zu haben.“ So wird sich ab dem kommenden Sonntag die Pforte der Villa des Zinkhütter Hofs immer von 14 bis 18 Uhr öffnen und im „Offermannzimmer“ Blicke auf die historische Porträtgemälde-Sammlung der Textilfabrikantenfamilie erlauben. Im Flur und in zwei weiteren Räumen werden die „In Memoriam“-Ausstellungen zu sehen sein, beginnend mit den Werken von Hermann Koch.

Sponsor übernimmt Kosten

„Dem Förderverein des Museums entstehen durch die neue unkommerzielle Reihe übrigens keine Kosten, da die Firma ,fahrzoom‘ aktiv auf uns zugekommen ist, um die Ausstellungen als Sponsor zu unterstützen“, führt Christa Oedekoven aus. Sie und Wenzler erhoffen sich auch einen Synergieeffekt, der von Stefan Carol, dem Betreiber des Restaurants im Museumsquartier, gefördert wird. Er bietet sonntags ab 10 Uhr ein „Full English Breakfast“ à la Charles James Cockerill an. „Im Anschluss kann das Museum besucht werden, bevor um 14 Uhr das neue Kunst-Departement in der Villa öffnet“, schlägt Christa Oedekoven vor.

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