Wenn „Zorro” zum Problem wird

Von: Lars Brepols
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Viel Spaß im Urlaub, aber ich bleibe hier: Dank eines so genannten „Catsitters” können Katzenbesitzer in der Ferne abschalten. Foto: ddp

Stolberg. Schon seit Monaten ist die Reise bis ins letzte kleine Detail durchorganisiert: Die Flüge sind gebucht, der teuer erworbene Reiseführer liegt im Koffer bereit und auch die Unterkunft mit Meerblick im fernen Süden wartet auf ihre Gäste.

Alles scheint perfekt, gäbe es da nicht noch einen klitzekleinen Haken: Zorro, der kleine schwarze Kater, kann und will partout nicht mit verreisen. Die Katze wird dadurch zum echten Problem für die kleine Familie. Freunde und Verwandte sind nämlich ebenfalls verreist und dem unsympathischen Nachbarn möchten sie ihren kleinen „Schatz” nun wirklich nicht anvertrauen. „Was also tun?” fragen sich viele Katzenhalter-Familien während der Urlaubszeit.

Hilfe für derartige Fälle bietet der Freundeskreis Katze und Mensch. Wegen des beträchtlichen Bedarfs möchte der Verein nun auch in Stolberg und Eschweiler eine Gruppe gründen. „Die Nachfrage in der Region ist groß. Wir haben schon einige neue Mitglieder aus Stolberg und Eschweiler gewonnen. Zur Zeit suchen wir dringend einen Gruppenleiter”, informiert Christel Becker-Kolle vom Vorstand der „Katzenfreunde”. Über 2600 Mitglieder zählt der Verein derzeit bundesweit. Die Tendenz ist weiter steigend.

Hauptaufgabe des Vereins ist das gegenseitige „Catsitting”, also das Betreuen der Katzen von anderen Mitgliedern. Die Katzen können in ihrem vertrauten Zuhause bleiben, weil die Vereinsmitglieder sich gegenseitig helfen. Ein Catsitter kommt meistens zweimal täglich in die Wohnung und versorgt den Stubentiger mit Futter, Wasser und Streicheleinheiten, beschreibt Becker-Kolle das Aufgabenspektrum. Je nach Vereinbarung werden darüber hinaus auch die Blumen gegossen oder der Briefkasten geleert. Falls ein Catsitter - beispielsweise krankheitsbedingt - einmal kurzfristig ausfallen sollte, steht schon das nächste katzenerfahrene Mitglied als Ersatz zur Seite. Sowohl für die Katze als auch für deren Besitzer kann somit eine stress- und sorgenfreie Zeit beginnen.

„Sobald wir einen Gruppenleiter gefunden haben, sind die Voraussetzungen geschaffen, um eine regionale Gruppe für Stolberg und Eschweiler gründen zu können”, hofft Becker-Kolle auf Unterstützung aus der Kupferstadt. Treffen organisieren und den Kontakt zum Vorstand halten sind die zentralen Aufgaben des neuen Gruppenleiters. „Die Mitglieder sollen sich bei ihren regelmäßigen Treffen richtig kennen- und vertrauen lernen”, verdeutlicht Becker-Kolle.

Kontaktadresse und weitere Informationen

Inzwischen haben sich über 54 regionale Gruppen der Katzenfreunde zusammengefunden.

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und verwendet seine Einnahmen für die Kastration von herrenlosen Katzen, um die Flut von Katzennachwuchs einzudämmen. Die kastrierten Schnurrer werden danach in ein liebevolles Zuhause vermittelt.

Kostenlose Informationen sind bei Erich Rubel unter 07141/41806 und per E-Mail an katzenfreunde-ludwigsburg@freenet.de erhältlich.

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