Wenn traditionsreiche Orgel auf Saxophon trifft

Von: mlo
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Saxophonist Burghard Corbach und Organist Gunther Antensteiner eröffnen die Konzertreihe. Foto: Otten

Stolberg. Die traditionsreiche Orgel traf beim Eröffnungskonzert des Internationalen Konzertzyklus in der Finkenbergkirche auf Sopran- und Altsaxophon. Ausführende waren der Kölner Saxophonist Burghard Corbach und Organist Gunther Antensteiner.

Sowohl solistisch als auch im Duo bereicherten sie den Nachmittag mit fast ausschließlich zeitgenössischen Kompositionen. Die Künstler präsentierten sich jeder auf seine Art musikalisch virtuos und vielseitig. Besonders die Werke von Denis Bédard, Robert Jones, Charles Koechlin und Enjott Schneider ließen die circa 60 Gäste, die gespannt waren, was diese nicht häufig anzutreffende Besetzung zu bieten hatte, in der Kirche aufhorchen. Im Grunde passten Orgel und Saxophon sehr gut zusammen, da das Saxophon im Gegensatz zu anderen Instrumenten mit der Lautstärke der Orgel mithalten konnte, einen breiten Ausdrucksbereich bot und sich gut in den Orgelsound einfügte.

Mit einem Vers aus dem Psalm 91 - Er rief mich an, so will ich ihn erhören - hatte Pfarrer Axel Neudorf die Menschen in der Finkenbergkirche begrüßt. Andächtig und still wurde es, als die „Air“ von Denis Bédard mit Sopran-Saxophon und Orgel erklang. Und auch die „Elegie“ und „Marcietta“ von Robert Jones spannten den Bogen vom Himmel zur Erde. Solistisch präsentierte sich Corbach auf dem Sopran-Saxophon mit zwei Stücken vom eher unbekannten Franzosen Charles Koechlin. Auf dem Alt-Saxophon setzte er mit „Pièce facile“ von Manfred Wordtmann einen interessanten Akzent. Zu Gunther Antensteiners Solostücken zählten „Le jardin suspendu“ aus Trois Pièces von Jehan Alain und „Clair de Lune“ aus Pièces de Fantasie von Louis Vierne. Interessant gestaltet und sicher schwierig im Spiel, waren diese Stücke etwas gewöhnungsbedürftig.

Die abschließende „Pavane“ (Variationen über einen Tanz El Maestro von Luis de Milán) von Enjott Scheider für Alt-Saxophon und Orgel erfreute wiederum das Herz, so dass das aufmerksame Publikum sich mit großem Applaus bei den Musikern für deren eindrucksvolle Darbietungen bedankte. Diese revanchierten sich ihrerseits gerne noch mit einer Zugabe.

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