Wenn Scheite neben dem Kamin in Flammen stehen...

Von: -jül-
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In Gressenich öffneten die Ei
In Gressenich öffneten die Einsatzkräfte mit der Axt den hölzernen Fußboden, in dem das Feuer weiter glimmte.

Stolberg. Eine solche Duplizität der Ereignisse hat Stadtbrandinspektor Toni Sturz in seiner Amtszeit auch noch nicht erlebt. Zwei Brände innerhalb von zwei Stunden, die eine vergleichbare Ursache zu haben scheinen.

In beiden Fällen hat das schnelle Entdecken der Brände und der rasche Einsatz der Feuerwehr schlimmere Folgen verhindert, wenn auch so schon die entstandenen Schäden groß genug sind.

Es war gegen 10.20 Uhr an der Gressenicher „Gracht” und gegen 12.15 Uhr am Zweifaller „Frackersberg”, als die Wohnungsbrände entdeckt wurden. In beiden Fällen standen Holzscheite, die neben offenen Kaminen, die zwar mit Glastüren verschlossen waren, in hellen Flammen. „Es liegt nahe, dass durch Funkenflug beim Beschicken der Kamine die Brände entstanden sind”, analysiert Sturz die anzunehmende Ursache der Brände, die von den Bewohnern entdeckt wurden.

Beim Eintreffen der Wehr stand das Kaminholz in hellen Flammen, die weiter um sich griffen. In erster Linie auf die Dielen des Bodens, in die sich die Glut einbrannte. Dichter Rauch tat sein Übriges. Während das eigentliche Feuer schnell gelöscht und in Mitleidenschaft gezogenes Mobiliar ins Freie transportiert wurde, untersuchte die Wehr mit Wärmebildkameras das Umfeld der Brandorte. In beiden Häusern mussten die Bodenbalken aufgebrochen werden, um die Glutnester zu bekämpfen.

In Gressenich wurde zudem die Zimmerdecke geöffnet. „Die Temperatur lag bei über 100 Grad Celsius”, berichtet Sturz über die Decke aus Pliesterriemchen mit Strohbelag. Brandwachen blieben nach den Löscharbeiten noch einige Zeit vor Ort, um im Falle eines erneuten Aufflackerns rasch eingreifen zu können. Bewohner wurden nach Feuerwehrangaben nicht verletzt. In Gressenich hat zudem eine in einem Terrarium gehaltene Schlange den Brand nach ersten Erkenntnissen unbeschadet überstanden.

„Gracht” und „Frackersberg” (L 24) blieben punktuell für den Verkehr gesperrt. Im Einsatz waren jeweils rund 40 Feuerwehrleute. Die Mitglieder der Hauptwache wurden dabei von der „Rathaus-Feuerwehr” (die bei der Stadtverwaltung tätigen Atemschutzgeräteträger) sowie an der „Gracht” von den Löschgruppen Gressenich, Mausbach, Werth und Schevenhütte und am „Frackersberg” von den Löschgruppen Zweifall, Vicht, Breinig und Mausbach unterstützt.
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