Stolberg - Wenn nur eine Operation hilft

Wenn nur eine Operation hilft

Von: dö
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Fachgespräch: Dr. Ralf Münke
Fachgespräch: Dr. Ralf Münker (l.) Professor Dr. Klaus Bläsius. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Schon Tradition ist der Stolberger Orthopädietag, der von Professor Dr. Klaus Bläsius geleitet, sich jetzt dem Thema „Operative Eingriffe bei Kindern und jungen Menschen” widmete.

Bläsius, Chefarzt der am Bethlehem Gesundheitszentrum beheimateten Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, hatte als Referenten sieben, aus der Kupferstadt, Aachen, Köln und Herne stammende Mediziner eingeladen, die sich unter anderem mit Wirbelsäulenfehlbildungen sowie der Erkrankung des Hüft- und Ellbogengelenkes beschäftigten.

Den Anfang machte Bläsius, der Operationsmethoden vorstellte, die als Umstellung bezeichnet, angeborene Fehlstellungen des Hüftgelenkes korrigieren sollen. Umstellungen, bei denen durch Schnitte der Neigungswinkel des Gelenkkopfes verändert wird, um damit anderen Belastungspunkten den Vorrang einzuräumen. Fixiert wird die Operationsstelle durch Schrauben und Platten, die laut Bläsius nach einer mehrmonatigen Verweildauer im Körper wieder entfernt werden können.

Knorpelzellen züchten

Der Transplantation und Züchtung von Knorpelzellen zur Behebung von Kopelschäden am Hüft- oder Kniegelenk hatte sich Dr. Ralf Münker verschrieben, der als Oberarzt am Bethlehem Gesundheitszentrum wirkt. Er berichtete über ein auch in der Kupferstadt durchgeführtes Programm, das körpereigenes Knorpelgewebe als Basis für eine Neuzüchtung nutzt, deren Ergebnisse später den erkrankten Stellen hinzugefügt werden. Gleichfalls wie Bläsius betonte er, dass dadurch gute Operationserfolge erzielt würden.

Danach hatte Professorin Dr. Viola Bullmann aus Köln das Wort, die die operative Therapie vorstellte, die bei Rückgratverkrümmungen zum Einsatz kommt. Dieses Thema wurde von Dr. Timmo Koy fortgeführt, der ebenfalls aus Köln stammend, sich mit Wirbelsäulenfehlbildungen beschäftigte. Nach einer Pause kam Dr. Heide Delbrück aus der Kaiserstadt zu Wort, die sich der Behandlung von kindlichen Tumoren am Bewegungsapparat widmete. Abgerundet wurde die Thematik durch die Vorträge von Professor Dr. Lars Müller und Dr. Rico Listringhaus, die in Köln und Herne wirkend, die Ellbogenverletzungen und die als Luxationen bezeichneten Schulterverrenkungen bei Kindern und Jugendlichen beleuchteten.

Kurze Videosequenzen

Eingebettet waren die Vorträge in Präsentationen, bei denen Bilder, Grafiken, Texte und kurze Videosequenzen im Mittelpunkt standen. Für die musikalische Untermalung war die aus Hückelhoven stammende Gruppe ”Azucar Blanca” verantwortlich, die vom Salsa und Bolero geprägte kubanische Musik bot. Abgeschlossen wurde der Orthopädietag mit einer Preisverleihung, bei der ein Bild von Heiner Scholl, der derzeit im Gesundheitszentrum eine Ausstellung präsentiert, zum Einsatz kam. Das Werk ging an Viola Bullmann, die zur besten Referentin gewählt wurde.
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