Wenn die Leitungen verfüllt sind, kann das Fundament kommen

Von: kol
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Arbeiten am „Goethe”: Vom neuen Anschlussschacht aus werden derzeit die Leitungen zum Hauptgebäude (Hintergrund) gelegt. Foto: K. Linden

Stolberg. Eine ganze Weile herrschte Stillstand, doch nun wird am Goethe-Gymnasium wieder gebaut. Für alle, die sich nichts sehnlicher wünschen als eine Mensa an der Schule, endlich mal ein gutes Zeichen, nachdem das Projekt schon in seiner Planung mehrfach in Gefahr geraten und es auch in Sachen Baubeginn immer wieder zu Verzögerungen gekommen war.

Zuletzt war an der Wiese zur Walther-Dobbelmann-Straße hin ein unvermutetes Telefonkabel gefunden worden - zum Glück nur ein kleineres Problem, wie Dieter Roth vom städtischen Hochbauamt sagt. Derzeit werden unter der Wiese Leitungen umgelegt, die von der Straße direkt über die Wiese zum Hauptgebäude der Schule liefen.

Was sie nun nicht mehr dürfen, da sie sonst unter dem Fundament des neuen Gebäudes lägen. Gelegt wird ein neuer Hausanschluss für Wasser, Gas und Telefon, der ins Hauptgebäude führt, von dem aber auch Abzweige gelegt werden für den Neubau.

„Die Anschlüsse kommen von der Walther-Dobbelmann-Straße”, erklärt Dieter Roth, dass im Straßenbereich ein neuer Anschlussschacht erstellt wird, in den auch die Zähler hineinkommen. Wenn die Leitung dicht ist, wird sie verfüllt. „Vorher wird die Dichtheit einige Tage getestet”, sagt Roth, „nach der Verfüllung kann der Rohbau beginnen.”

Beteiligt sind auch die öffentlichen Versorger: Enwor für das Wasser, die EWV für den Gasanschluss. Auch die Telekom ist dabei, wegen des Telefonanschlusses. „Die öffentlichen Versorger brauchen für diese Dinge relativ lange”, sagt Roth, da muss man immer etwas Vorlauf einplanen.”

Während die EWV den Gasanschluss bis zur Schule durchlegt, hat Enwor zu Wochenbeginn die Wasserleitung von der Straße bis zum Hausanschlussschacht gelegt. Die Weiterführung bis zu den Gebäuden übernimmt nun eine von der Stadt beauftragte Privatfirma.

So bald die Leitungen verfüllt sind, wird der Grund, auf dem der Neubau entstehen soll, verdichtet, anschließend kann das Fundament gelegt werden. Geplant ist, so Roth, den Rohbau noch in diesem Herbst zu erstellen, das heißt Bodenplatte, Stahlbetonwände und Stahltragwerk. „Das wird ja nicht gemauert wie ein übliches Gebäude”, erklärt Roth.

Viel Glas soll in der Mensa für Offenheit und Helligkeit sorgen, dieses wird dann gehalten von Stahl und Stahlbeton. „Die Verglasung kriegen wir bis zum Winter aber wohl nicht hin”, sagt Roth: „Es wäre schön, wenn wir Teile vom Dach drauf bekommen.”

Zielsetzung ist nun, das neue Gebäude im Sommer 2011 fertig zu stellen; abhängig sein dürfte ein Gelingen des neuen Zeitplans - ältere Modelle hatten mal Ende 2010 oder Frühjahr 2011 vorgesehen - allerdings auch von der Witterung im Winter. Bei Frost müssen die Arbeiten pausieren.

Nicht zuletzt in der Schule hofft man nun, dass zumindest zum Schuljahresbeginn 2011/12 der Erweiterungsbau eingeweiht werden kann. Für Josef Braun, den zuständigen Fachbereichsleiter der Stadt, ist ein anderer Termin wichtig, um den er sich allerdings keine Sorgen macht: Wenn bis Ende 2011 das Gebäude nicht steht, dann entfällt der Zuschuss des Landes in Höhe von 100.000 Euro. „Aus der Förderung werden wir ganz sicher nicht herausfallen.”
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