Wenn das Herz für schnelle Motoren schlägt

Von: Naima Wolfsperger
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Der 27-jährige Stolberger Johannes Lang hat ein Treffen für getunte Autos aller Marken auf die Beine gestellt. Dazu gibt es ein Barbecue. Foto: N. Wolfsperger

Stolberg. Autoshows sind etwas für wahre Liebhaber. In Aachen und der Region gebe es zwar Liebhaber, aber keine großen Tuning-Treffen, findet Johannes Lang. „Wirklich große gibt es in der Region eigentlich nicht.“ Deshalb haben der 27-Jährige und sein Freund Frank Granduc (32) ein eigenes Treffen organisiert.

Eine Autoausstellung mit Barbecue (BBQ), das „Burger BBQ“ auf dem Gelände des Museum Zinkhütter Hof. Ein Treffen, unter dem Motto „VAG+“. Automarken der Volkswagen AG (Volkswagen, BMW, Audi, Seat, Skoda und Porsche) sind zugelassen, das Plus steht für Mercedes und BMW die auch ausgestellt werden dürfen. Der Anfang einer Tradition, wenn es nach dem jungen Stolberger und seinem Kollegen geht.

Der gelernte KFZ-Mechatroniker hat nach seiner Ausbildung das Fachabitur nachgeholt und schreibt derzeit an seiner Bachelorarbeit in Betriebswirtschaftslehre. Im Zuge der Planung für das Autotreffen haben er und Granduc auch eine Marke geschaffen, sagt er. Der Name: „How Deep?“ Darüber wollen die beiden Kleidungsstücke verkaufen und vielleicht auch Tuning-Teile.

Trotzdem sieht er sich nicht als seriöser Jungunternehmer. „Ein Jahr Planung für ein bis zwei Events im Jahr rechnen sich nicht“, sagt er. Sein Engagement würde in der Begeisterung liegen, am eigenen Auto zu basteln. „Es ist eher ein Hobby. Aber jeder, der an seinem Auto schraubt, will das Ergebnis auch gern zeigen.“ Am wichtigsten sei Lang bei den Treffen das gemütliche beisammen sein, lecker essen und sich mit gleichgesinnten über die Autos und Tuning-Erfahrungen zu sprechen.

So ging es auch 600 Menschen aus ganz Deutschland, aus Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Sie alle wollten bei dem Autotreffen am Zinkhütter Hof ihre Schmuckstücke präsentieren. Nur 300 wurden zugelassen. „Mehr Autos passen hier einfach nicht hin“, sagt Lang, nicht, wenn man sie auch in Ruhe bewundern wolle und Fotografen den Raum gäbe, die Gefährte anständig abzulichten.

„Wir haben im Januar die Bewerbungen um die Plätze ausgeschrieben“, sagt Lang, „im Februar waren wir voll.“ Getragen von dem Erfolg des letzten Treffens wollen Lang und Granduc am 30. August eine weitere Autoshow veranstalten, auf dem Parkplatz der Diskothek „Starfish“ an der Liebigstraße in Aachen. Bis zu 800 Autos können sie da unterbringen. 600 Plätze sind bereits vergeben.

„Bastler sind gewohnt, dass Autoshows nur selten vor Ort stattfinden. Sie sind deshalb gerne bereit, mehrere Hundert Kilometer zurückzulegen“, sagt Lang. Er und Granduc sind im vergangenen Jahr auch viel gereist. Sogar bis an den Wörthersee, zum GTI-Treffen. GTI steht für Grand Turismo Injection und steht für Autos mit Benzin-Einspritzmotoren und besonders sportlichem Charakter.

Bei den Ausstellungen, aber auch im Internet haben sie sich nicht nur über Autos, sondern auch über die Szene informiert und Kontakte geknüpft. Als sie die Show im Zinkhütter Hof ankündigten seien sie bereits gut vernetzt gewesen, sagt Lang, „über das Bewerbungsverfahren haben wir dann sichergestellt, dass die Aussteller auch kommen.“ Auch für die Besucher sei damit eine Absicherung geschaffen, „sie wissen, dass es auch was zu sehen gibt, wenn sie so weit reisen.“

Für 2016 ist bereits eine Wiederholung des BBQ geplant und eine zweite Veranstaltung für getunte Old- und Youngtimer. Lang und sein Partner scheinen sich die weiten Wege zu den Autotreffen in Zukunft sparen zu können. Für die Show in Aachen sind noch Plätze frei. Infos unter www.howdeep.de.

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