Wenkbülle und Mölle wollen Kräfte bündeln

Von: Dirk Müller
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Voller Saal, beste Stimmung: Ein solches Bild wollen Wenkbülle und Mölle im Januar 2016 auch in der Stadthalle sehen. Foto: D. Müller
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Gute Zusammenarbeit: Die Präsidenten Manfred Essmajor (links) und Carsten Nellißen besiegeln den Plan, eine gemeinschaftliche Sitzung von Mölle und Wenkbülle zu veranstalten. Foto: D. Müller

Stolberg. Auch wenn die Karnevalsgesellschaften De Wenkbülle und Mölle Großes vorhaben, das durchaus wegweisend für den Stolberger Fastelovvend sein kann, betonen die Präsidenten: „Wir bleiben selbstverständlich eigenständige Gesellschaften.“

Als solche werden sie allerdings in der kommenden Session erstmals eine Gemeinschaftssitzung veranstalten. Für die KG Mölle eine Premiere. „Wir haben schon einmal gemeinsam mit der KG Fidele Zunfthäre eine Karnevalssitzung organisiert – das war aber in den 60er Jahren“, beschreibt Carsten Nellißen, Präsident der Wenkbülle.

Die Karnevalssession 2015/2016 sei sehr kurz – der Rosenmontag ist noch acht Tage früher als in dieser Session – die Anzahl der (vielen) Veranstaltungen in Stolberg bleibe aber weitgehend gleich. Somit wirke die Gemeinschaftssitzung von Wenkbülle und Mölle auch der hohen Veranstaltungsdichte entgegen.

Die Idee, zusammen ein Glanzlicht im Kupferstädter Sitzungskarneval auf die Beine zu stellen, sei schon länger gereift, erklärt Manfred Essmajor: „Im November 2014 haben wir dann mit der intensiven Planung begonnen. Die Zusammenarbeit war sehr unkompliziert und äußerst effektiv“, sagt der Mölle-Präsident und verweist auf das gemeinsame Ziel der Gesellschaften: „Wir möchten die Stadthalle picke-packe füllen, um tolle Stimmung zu bekommen und Karneval zu feiern, wie wir es früher in dem großen Saal gemacht haben.“

Um dieses Ziel zu erreichen, würden Wenkbülle und Mölle auf ein „qualitativ absolut hochwertiges Programm“ setzen, führt Nellißen aus. Einen ersten Schritt in diese Richtung haben die Gesellschaften bereits gemacht und den Künstlervertrag mit den Publikumsmagneten „Die 3 Colonias“ abgeschlossen. Und „weitere echte Größen des rheinischen Karnevals kommen noch hinzu“, verspricht Essmajor. Dass dem Publikum ein „herausragendes Programm“ geboten werde, schlage jedoch nicht im Geldbeutel der Gäste zu Buche, verspricht Nellißen: „Da beide Gesellschaften die Kosten zusammen stemmen, bieten wir die Eintrittskarten zum Preis von nur 16,50 Euro an.“

Nachdem sich die Mitglieder der KG Mölle und der KG De Wenkbülle unabhängig voneinander jeweils einstimmig für die Idee einer Gemeinschaftssitzung ausgesprochen hatten, galt es, die Einzelheiten aus Sicht der Vereine zu klären. Vor allem: Wer geht auf die Bühne? „Wir sind wie in der Planung auch bei der Sitzung selbst gleichberechtigte Partner. Es wird einen gemischten Elferrat auf der Bühne geben, und zwei Sitzungspräsidenten führen durch das Programm“, kündigt Essmajor an. Für die Programmpunkte aus den eigenen Reihen der Gesellschaften gelte, dass jede KG jeweils drei Auftritte stellt, denn „wir können den Gästen keine zwei Stunden mit eigenem Programm zumuten“, sagt Nellißen.

Für die eigenen Kräfte, die bei der Gemeinschaftssitzung deshalb nicht zum Zuge kommen, gebe es während der Session noch genügend Auftrittsmöglichkeiten, da beide Gesellschaften an ihren weiteren Veranstaltungen und zahlreichen Gastauftritten wie gewohnt festhalten würden. Wenkbülle und Mölle haben für die Gemeinschaftssitzung bereits im Vorfeld Lob geerntet, zum Beispiel von dem karnevalistischen Urgestein Hans-Josef Wellmann, der die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen hat.

Doch ist die gemeinschaftlich große Sitzung ein Modell für die Zukunft, und wird sie ein fester Bestandteil der Stolberger Karnevalssessionen? Das bleibe abzuwarten und hänge von zwei wesentlichen Faktoren ab, meinen Essmajor und Nellißen: „Wir versuchen es zunächst einmal. Ob das Projekt Zukunft hat, entscheiden die Gäste und die Mitglieder beider Gesellschaften. Wenn das Publikum nach der Premiere ebenso wie die aktiven Karnevalisten der Mölle und Wenkbülle zufrieden sind, dann soll es nicht die letzte gemeinsame Sitzung unserer Gesellschaften bleiben.“

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