Stolberg - Weltgebetstag: Frauen von den Bahamas geben die Liturgie vor

Weltgebetstag: Frauen von den Bahamas geben die Liturgie vor

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Teenagerschwangerschaften sind sehr häufig auf den Bahamas. Auf dem Bild ist eine junge Mutter nach einem Gottesdienst in der römisch-katholischen Kathedrale St. Francis Xavier in Nassau zu sehen. Foto: F. Marquardt

Stolberg. Der Weltgebetstag 2015 hat die „Bahamas, Paradies mit Problemen“ zum Thema. Von Samoa bis Chile beten Menschen am Freitag, den 6. März 2015, in ökumenischen Gottesdiensten zur Liturgie von Frauen der Bahamas.

Traumstrände, Korallenriffe, Lebensfreude sowie eine ethnische und konfessionelle Vielfalt: Das bieten die 700 Inseln der Bahamas. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti ist ein wirtschaftlich erfolgreiches, touristisches Sehnsuchtsziel. Aber das vermeintliche Paradies hat mit Problemen zu kämpfen: extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und eine erschreckend hohe Gewalt gegen Frauen und Kinder. Diese Sonnen- und Schattenseiten beleuchten Christinnen der Bahamas in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015.

Gewalt gegen Frauen eindämmen

Der Verein „Weltgebetstag der Frau­en – Deutsches Komitee“ engagiert sich bereits seit vielen Jahren gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Ein Teil der weltweiten Projektpartner, deren Arbeit mit den jährlichen Kollekten der Weltgebetstags-Gottesdienste in Deutschland unterstützt wird, ist in diesem Bereich aktiv. Darunter sind Projekte in Albanien, Argentinien, Benin und Nepal sowie auf den Bahamas. „Wir fördern zum einen Beratungsstellen und Initiativen, die Frauen und Mädchen in Gewaltsituationen direkt unterstützen“, erläutert Vorstandssprecherin Ute Hohmeier, „zum anderen geht es uns darum, Denkmuster aufzubrechen, die Gewalt gegen Frauen fördern beziehungsweise auf die Rahmenbedingungen einzuwirken, die Frauen und Mädchen einem erhöhten Risiko aussetzen, Opfer von Gewalt zu werden.“

Im Zentrum des Gottesdienstes zum Weltgebetstag 2015 steht die Bibelstelle aus dem Johannesevangelium (13,1-17), in der Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht.

Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet – etwa aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Philippinen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche in rund 170 Ländern der Erde. Beim Weltgebetstag engagierte Menschen gehören unterschiedlichen Konfessionen, Generationen und Bildungsschichten an. Gemeinsam sind sie solidarisch mit Frauen weltweit und übernehmen Verantwortung. Ein sichtbares Zeichen dafür ist die weltweite Förderung von Frauen- und Mädchenprojekten durch die Gottesdienstkollekte. Weltgebetstag – das ist gelebte Ökumene und weltweite Solidarität.

Einen Filmabend zum Thema „Bahamas unverfälscht“ gibt es im Ökumenischen Gemeindezen­trum, Frankentalstraße 18, am Montag, 23. Februar, 18.30 Uhr. Die 60-minütige Arte-Reportage gibt einen guten ersten Einblick in die Bahamas, vor allem auch aus Frauenperspektive: ihr Alltagsleben auf den entlegeneren Inseln, ihre Verantwortung als alleinerziehende Mütter, ihr Glaubensleben, das Verhältnis der Geschlechter, Rollenerwartungen, die Wünsche und Perspektiven junger Frauen.

Wer Spaß am Kennenlernen und Singen der Lieder von den Bahamas aus dem Weltgebetstagsgottesdienst hat, ist eingeladen mitzumachen. Auch ohne Chorerfahrung und nicht nur für Frauen. Auch wer ein Rhythmusinstrument spielt oder Spaß daran hat, mit seinem Instrument mitzumachen, kann gerne zu den Probeterminen kommen.

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