Stolberg - Weihnachtstage: Faches-Thumesnil-Platz bleibt tabu

Weihnachtstage: Faches-Thumesnil-Platz bleibt tabu

Von: Michael Grobusch
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Was beim dreitägigen Stadtfest erlaubt wird, ist für die Stadt bei den über fünf Wochenenden verteilten Kupferstädter Weihnachtstagen undenkbar: die Nutzung und somit Sperrung des Faches-Thumesnil-Platzes am Fuße der Burg. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Was liegt in diesen Tagen ferner als der Gedanke an Weihnachten? In manchen Büros der Stadtverwaltung wird die Frage nicht mit einem selbstverständlichen „nichts” beantwortet. Denn schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf die Kupferstädter Weihnachtstage an.

Diese waren im vergangenen Jahr nicht gerade auf ungeteilte Zustimmung gestoßen. Vor allem das überschaubare Angebot vor der Burg hatte für manches Murren unter den Besuchern gesorgt.

Gleichwohl will die Stadt prinzipiell an ihrem Konzept festhalten. „Die Leute müssen Geduld haben. Die Sache muss sich erst etablieren”, lehnt Andreas Pickhardt wesentliche Änderungen ab.

Klar ist damit schon jetzt, dass der Faches-Thumesnil-Platz tabu bleiben wird. „Der steht nicht zur Diskussion”, betont der Fachbereichsleiter und verweist auf die Anwohner und die Betreiberin der Burggastronomie, die sich durch die Sperrung des dortigen Parkplatzes gestört fühlen würden.

„Mit Auf- und Abbau müsste ich fünf Wochen rechnen. Das kann ich den Betroffenen gegenüber nicht vertreten.”

Aber auch unabhängig davon sieht Pickhardt die Größenordnung der Kupferstädter Weihnachtstage als ausreichend an. „Wenn ich bedenke, dass der alte Markt, das Innere und das Äußere der Burg und die Torburg mit einbezogen sind, kann ich nicht feststellen, dass der Weihnachtsmarkt zu klein ist.”

Nicht die räumliche Ausdehnung, sondern ein erweitertes Programm sollen deshalb für die nötigen Akzente in der Zeit vom 21. November bis 20. Dezember sorgen.

„Wir planen vor allem mehr Musikdarbietungen. Außerdem wollen wir die Beleuchtung verbessern”, kündigt Pickhardt an. Fest vorgesehen, das versichert der Fachbereichsleiter, ist diesmal auch ein Karussell auf dem Burghof.

Bereits im vergangenen Jahr war ein solches angekündigt, aber dann zur Enttäuschung der hoffnungsfrohen Stolberger nicht aufgebaut worden.

Enttäuschend fand mancher Gast auch das Warenangebot - zumindest vor dem Portal der Burg.

„Wenn die Nachfrage der Beschicker größer wäre, könnten wir sicherlich auch eine etwas kritischere Auswahl treffen”, gibt Andreas Pickhardt zu bedenken, dass potenzielle Anbieter in Stolberg nicht unbedingt Schlange stehen. Dennoch ist er zuversichtlich, dass auch hier „in kleinen Schritten” eine Steigerung erreicht werden kann.

Derartige Ambitionen gibt es für das Geschehen auf dem Kaiserplatz offensichtlich nicht. Schon im vergangenen Jahr hatte Pickhardt angekündigt, dass er die Kupferstädter Weihnachtstage auf einen Standort konzentrieren wolle.

Die Buden auf dem Kaiserplatz bezeichnet er deshalb auch ausdrücklich als „weihnachtliches Zusatzangebot”, das den Rahmen bietet für den überdimensionalen Adventskalender am alten Rathaus. Und den soll es auch in Zukunft samt seiner täglich um 18 Uhr zelebrierten Fensteröffnung geben, „solange es Schulen und Kindergärten gibt, die mitmachen wollen”.

Die Eckpunkte des konkreten Programms will die Verwaltung bis zu den Sommerferien festlegen. Das ursprüngliche Zieldatum im Mai wurde verschoben - aus gutem Grund, wie Andreas Pickhardt betont: „Die Organisation für die große Protestveranstaltung am 4. April hat viel Zeit in Anspruch genommen. Deshalb sind wir bei der Vorbereitung des Weihnachtsmarktes etwas später dran.”
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