Weihnachtspaket-Aktion: Großer Andrang, aber weniger Spenden

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Die Aktion „Weihnachtskiste 2013 macht es möglich: Stephanie Kieven aus Mausbach freut sich, dass sie ihren Kindern Pascal, Angelina und Julien ein schönes Weihnachtsfest ermöglichen kann. Foto: C. Handschuhmacher

Stolberg. Knödel und Rotkohl – das soll es an Heiligabend bei Stephanie Kieven aus Mausbach und ihren drei Kindern Pascal, Angelina und Julien geben. „Mir ist wichtig, dass ich mit meinen Kindern ein schönes Weihnachtsfest feiern kann, genauso wie andere Leute auch.“

Möglich macht das die Aktion „Weihnachtskiste 2013“, die unsere Zeitung in Zusammenarbeit mit dem WDR und den Tafeln in der Region für ärmere Menschen veranstaltet. 650 Pakete haben die Stolberger liebevoll zusammengepackt – am Mittwoch fand im Zinkhütter Hof die Ausgabe der Weihnachtskisten statt.

Schon um acht Uhr – knapp zwei Stunden bevor die ersten Pakete ausgeteilt werden – hat sich vor den Toren des Zinkhütter Hofs eine Menschenschlange gebildet. Die Zeit vertreiben sich die Wartenden mit Gesprächen. Die Mitglieder des Stolberger Seniorenbeirats versorgen die Menschen mit warmen Getränken.

Bei der Auswahl ihrer ganz persönlichen Weihnachtskiste werden die Bedürftigen von Tafelmitarbeitern begleitet. „Wer die Wahl hat, hat die Qual“, sagt Elisabeth Demuru, als sie vor der riesigen Auswahl an Paketen steht. Tafelmitarbeiterin Hilde Rüth hat sie zu den Kisten geführt, die für eine Person gepackt sind.

Rindfleisch und Burgundersoße

„Soll es diese Kiste sein? Die sieht doch gut aus!“, sagt Hilde Rüth, die mit rund 40 anderen Ehrenamtlern im Einsatz ist. Elisabeth Demuru jubelt: „Da ist Rindfleisch drin und Burgundersoße. Unser Heiligabend ist gerettet“, sagt sie.

„Ich habe wirklich Freudentränen in den Augen, wenn ich sehe, was die Menschen alles für uns spenden.“

Ein paar Meter weiter wartet eine junge Tafelkundin, die nicht mit Namen genannt werden will, mit ihrer kleinen Tochter. „Es ist das erste Weihnachtsfest für meine Kleine“, sagt sie. „Ohne die Weihnachtskistenaktion würde unser Fest viel kleiner und bescheidener ausfallen. Deshalb bin ich sehr dankbar.“

Bei aller Freude, die sich an diesem Mittwoch in den Gesichtern der Menschen spiegelt, ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Im Vergleich zum Vorjahr hat die Anzahl der gespendeten Kisten deutlich abgenommen. Waren es 2012 noch rund 900 Pakete, sind es in diesem Jahr lediglich 650.

„Ich kann mir nicht erklären, woran das liegt“, sagt die stellvertretende Vorsitzende der Stolberger Tafel, Wilma Gier. Sie hofft, dass die Spendenbereitschaft im nächsten Jahr wieder etwas zunimmt. Damit Menschen wie Stephanie Kieven und Elisabeth Demuru 2014 genauso ein schönes Weihnachtsfest feiern können wie in diesem Jahr.

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