Stolberg - Weihnachtskisten-Aktion 2010: Lebensmittelpakete für Bedürftige

Weihnachtskisten-Aktion 2010: Lebensmittelpakete für Bedürftige

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
tafel_aktion_bu
Schälen, waschen, verpacken: Franz Josef Koke und sein Team von der Stolberger Tafel päppeln Lebensmittel
für den täglichen Gebrauch auf. Kurz vor Weihnachten kommt noch mehr Arbeit auf die Helfer zu. Foto: R. Flader

Stolberg. An die Premiere, die erste Spendenaktion zum Weihnachtsfest, erinnert sich Franz Josef Koke noch ganz genau: „Das haben wir alles ein bisschen unterschätzt”, sagt der Vorsitzende der Stolberger Tafel. „Da waren am Ende fast alle Räume, selbst das Treppenhaus voll mit Paketen.”

2005 war das, als die Tafel zum ersten Mal mit der Weihnachtskisten-Aktion, an der sich auch unsere Zeitung beteiligt, Bedürftigen zum Fest dringend benötigte Lebensmittel zukommen ließ.

In diesem Jahr geht die Aktion in Stolberg bereits in die sechste Runde, mittlerweile findet sie auch nicht mehr im Rolandshaus sondern im Zinkhütter Hof statt, am Mittwoch, 15. Dezember, kann jeder kleine oder große Lebensmittelpakete - gerne auch verpackt - ins Industriemuseum an der Cockerillstraße bringen (9 bis 18 Uhr).

„Wir versorgen rund 680 Haushalte im Stadtgebiet, das sind grob geschätzt etwa 2000 Personen”, erklärt Koke. „Und zu Weihnachten können wir einfach all das gebrauchen, was das Leben schöner macht.”

Der Bedarf steigt weiter

Im bisherigen Spendenrekord-Jahr 2008 wurden pünktlich zum Weihnachtsfest rund 1200 Pakete mit Lebensmitteln gespendet, „zum Teil wunderschön verpackt”, wie Koke verrät.

Was für viele eine schöne Geste ist, hat natürlich einen ernsten Hintergrund: „Knapp ein Drittel aller Tafel-Kunden sind unter 16”, erklärt Franz Josef Koke. Auch Rentnerinnen würden zunehmend die Tafel an der Eschweiler Straße aufsuchen, „grundsätzlich auch viele, die Kinder haben.” Und der Bedarf steige immer weiter an.

Und noch ein anderes Phänomen sei zu beobachten: „Es kommen immer mehr Stolberger, richtige Einheimische zu uns, die große Probleme haben und die um Lebensmittel bitten”, sagt Koke. Früher, vor fünf bis zehn Jahren, sei das nicht der Fall gewesen. Koke: „Die Leute haben sich dafür geschämt.” Heute kämen sie wie selbstverständlich, „auch weil sie sehen, dass andere auch kommen, die man vielleicht kennt.”

Auch diesen Menschen soll die Aktion Weihnachtskiste helfen, einen konkreten Wunsch gibt es zur Festzeit zwar nicht, dennoch hofft das Tafel-Team, zu dem rund 120 ehrenamtliche Helfer gehören, mit rund 1000 Paketen.

Die Weihnachtsaktion würde, so Franz Josef Koke, neben dem primären Grund der Hilfe auch einen interessanten Blick in die Struktur der Spender geben: „Man wundert sich manchmal, aus welchen Kreisen die Pakete kommen.”

Neben vielen Privatpersonen seien das vor allem Kindergräten, Schulen und Unternehmen, die helfen - und dafür sorgen - qwollen, dass den Bedürftigen zu Weihnachten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird.


Das kann alles in die Weihnachtskiste

Alle Lebensmittel, die haltbar sind und nicht gekühlt werden brauchen, etwa Nudeln, Süßigkeiten, Konserven oder Salz und Öl, können gespendet werden.

Alles, was zu einem Weihnachtsessen gehört und nicht verderblich ist, wird gerne angenommen.

Auch wenn die Tafel grundsätzlich keinen Alkohol verteilt, wird zu Weihnachten bei Wein eine Ausnahme gemacht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert