Weihnachtsfest im Schein von 40.000 Lichtern

Von: Dirk Müller
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Ein wahrer Blickfang „Am Hahnenkreuz“ in Dorff: Das Haus von Raimund Jansen mit voller Beleuchtung. Foto: D. Müller
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Nicht nur draußen ist für weihnachtliche Stimmung gesorgt. Im Wintergarten von Raimund Jansen ist eine handgefertigte Heimatkrippe zu bestaunen. Foto: D. Müller

Stolberg-Dorff. In der Adventszeit geht vielen Stolbergern ein Licht auf. Leuchtende Lichterketten, blinkende Sterne oder – ganz klassisch – Kerzen in den Fenstern künden auch nach außen sichtbar von der nahenden Weihnacht. So auch in Dorff, wo es an der Straße „Am Hahnenkreuz“ ein Haus gibt, das allerdings den üblichen Dekorationsrahmen sprengt.

Dabei hat auch Raimund Jansen einmal klein angefangen. „Mit nur einer Lichterkette“, sagt er. Im Laufe der Jahre seien dann immer „ein wenig mehr“ Lichter am und ums Haus hinzugekommen, und vor sieben Jahren habe er die Anzahl der Leuchten noch einmal vervielfacht.

Seitdem ist das „Dorffer Weihnachtshaus“ eine echte Advents-Attraktion. „Etwa 50 Autos am Tag fahren eben nicht nur einfach vorbei, sondern halten auch an“, beschreibt Jansen die „Licht-Touristen“, die sich das hell erleuchtete Haus anschauen und oft auch Handys mit Fotofunktion oder Kameras zücken, um die weihnachtliche Illumination im Bild festzuhalten.

Wie viele einzelne Lichter die Zeitschaltuhr täglich um 17 Uhr entfacht, kann Jansen nicht genau angeben, sondern nur schätzen: „Mehr als 40.000 werden es schon sein“, meint er. Die LED-Leuchtmittel finden sich in Lichtschläuchen und Lichterketten, bilden Rentiere und Sterne, beleuchten Nikolaus, Schneemann und Schwan.

Hinterm Haus ist auch der Garten atmosphärisch beleuchtet. Installiert werde die Lichterflut ab Mitte Oktober erklärt Jansen. „Bei den vielen Kabeln ist es wichtig, nicht den Überblick zu verlieren.“ Beim Aufbau und beinah noch mehr beim Abbau und Verstauen der Technik. „Alles muss mit System weggepackt werden, sonst gibt es beim nächsten Aufbau große Probleme.“ Mehr als 30 nummerierte Bananenkisten bestückt er nach Weihnachten mit Lichtern und Kabeln und sortiert sie so in Regale ein, dass sich auch im Advent 2015 „Licht-Touristen“ wieder auf den Weg nach Dorff machen können.

Jansen ist Weihnachtsfan durch und durch, die festliche Beleuchtung seines Hauses sein großes Hobby. „Jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu“, erklärt er. Noch seien sein Haus und das umgebende Areal nicht ausgereizt, „es gibt noch Luft nach oben. Und wenn dann kein Platz mehr da ist, muss defektes Material ersetzt werden, und ich kann immer noch einige alte Motive durch neuere ersetzen.“

Jansens große Leidenschaft für Weihnachten findet sich auch zwischen den beiden Lichtlandschaften vor dem Haus und im Garten wieder: im Wintergarten. Allein der stolze Tannenbaum trägt 1200 Lichter. In deren Schein ist auf zweieinhalb Quadratmetern eine handgearbeitete Heimatkrippe aufgebaut – mit viel Liebe zum Detail, mehreren Gebäuden und rund 150 Figuren. Das Moos, das den Bodenbelag bildet, wird jedes Jahr frisch gesammelt. Auf der anderen Seite des Raumes präsentiert der Ruheständler ein weiteres weihnachtliches Glanzlicht – oder besser gesagt wieder sehr zahlreiche Glanzlichter. Auf dreieinhalb Quadratmetern und drei Ebenen erstreckt sich eine pittoreske Weihnachtswinterlandschaft.

40 beleuchtete kleine Häuser sind in einem Wäldchen, an der Straße mit Kirche und Feuerwehrwache und auf dem weihnachtlichen Marktplatz verteilt. Auch die Winterlandschaft ist mit liebevollen Details versehen. Im Wald lodert ein Lagerfeuer, auf der Straße erfreuen sich die Passanten an einem Musikzug. Auf dem Marktplatz mit Karussell, zahlreichen Buden und Händlern gibt es besonders viel zu entdecken. Etwa Schmiede, die am offenen Feuer ihrem traditionellen Handwerk nachgehen.

In der beschaulichen Landschaft aus den Häusern und etwa 300 Figuren und Bäumen ist die Weihnacht übrigens immer weiß. Dass es am Heiligen Abend und an den Weihnachtstagen wohl nicht schneien wird, spielt für Jansen daher eine eher untergeordnete Rolle. Denn für ihn steht so oder so fest: „Weihnachten ist die schönste Zeit im Jahr.“

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