Weihnachtsfest beginnt diesmal im Rittersaal

Von: Toni Dörflinger
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Stolberg. Der Sturm, der um die Mittagszeit des Heiligen Abends über die Kupferstadt fegte, hat den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr beim Weihnachtskonzert zu einem Standortwechsel gezwungen.

War in den Vorjahren immer der obere Burghof Ort der Traditionsveranstaltung gewesen, musste die Aufführung diesmal angesichts der orkanartigen Böen in den Rittersaal verlegt. Bereits am Morgen hatte sich für Karl Schäfer die Verlegung angekündigt. „Ein Anruf bei Burggastronomin Monika Lück genügte, um für das als Open-Air-Veranstaltung geplante Konzert kurzerhand den Rittersaal zu ordern“, lobte der Leiter des Musikzuges.

Die Publikumsresonanz blieb von den Wetterkapriolen hingegen unberührt. Als Schäfer und seine Kollegen ihre Instrumente in die Hand nahmen, um die weihnachtliche Aufführung zu beginnen, hatten sich rund 300 Menschen im Rittersaal eingefunden. „So voll ist es im Rittersaal ansonsten nur beim Burggrafenfest“, scherzte der Leiter erfreut. Für Burggastronomin Monika Lück war der Standortwechsel Anlass genug, umgehend die Theke im Foyer zu öffnen und dort an die Besucher alkoholische Getränke wie Eierpunsch und Bier auszuschenken.

Gelungene Mischung

Das Konzert hatte der Musikzug als eine gelungene Mischung aus klassischen und modernen Weihnachtsweisen vorbereitet. Den Anfang machte die traditionelle Weihnachtsmelodie „Tochter Zion“. Besonders gut gelang den 18 Musikern, zu denen als einzige Frau die 31-jährige Tenorhornbläserin Nicole Vilz gehörte, ein aus acht Stücken bestehendes Potpourri, das den Titel „Trompetenklänge“ trug. Wirkungsvoll unterstützt wurde der Musikzug durch die Solisten Norbert Creutz und Michael Vilz an der Trompete.

Ehe dann die beiden Lieder zum Mitsingen angestimmt wurden, wurden Weihnachtsmelodien gespielt wie „Süßer die Glocken nie klingen“, „Rudolph the red-nosed Reindeer“ und „Let it snow“. Richtig feierlich wurde es dann noch einmal zum Schluss. Denn traditionell erklang als vielstimmiger Chor der Besucher neben der Melodie „O du Fröhliche“ das 1816 in Oberndorf (Österreich) entstandene weltberühmte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Zu den Besuchern gehörte ebenso wie in den Vorjahren auch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler. Er würdigte in seiner kurzen Ansprache die große Publikumsresonanz, dankte Monika Lück für ihr flexibles Verhalten und forderte die Besucher auf, an Weihnachten auch an die Menschen zu denken, die von Not, Armut und Ausgrenzung betroffen sind.

Konzert mit langer Tradition

Das Heiligabend-Konzert auf der Burg hat eine lange Tradition. Schon in den 1920er Jahren hatte die Kapelle Bonaventura dort für weihnachtliche Klänge gesorgt. Standort war damals aber nicht der obere Burghof oder wie jetzt der Rittersaal gewesen, sondern die oberste Plattform des großen Turmes.

1958 hatte dann der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr die Tradition fortgesetzt: Anfänglich unter der Leitung von Egidius Düppengießer, seit 2001 unter dem Dirigat von Karl Schäfer. Hatte das Konzert zunächst nur wenig Zuhörer auf die Burg gelockt, ist die Besucheranzahl in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen.

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