Stolberg - Weihnachtsbuden auf dem Kaiserplatz meistens dicht

Weihnachtsbuden auf dem Kaiserplatz meistens dicht

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Wenig einladend: Auf dem Kaiserplatz bleiben drei der neuen Buden linker Hand die meiste Zeit geschlossen, und lediglich die menschenleere Doppelbude ist geöffnet. Foto: D. Müller
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Die neue Bude auf der rechten Platzseite ist seit dem 20. November noch nicht einmal geöffnet gewesen.

Stolberg. Dass eine Medaille ihre sprichwörtlichen zwei Seiten hat, zeigt sich den Besuchern des Kupferstädter Weihnachtstreffs auf dem Kaiserplatz, der seit dem 20. November täglich ab 12 Uhr geöffnet ist. Was allerdings nur auf die angestammten Aussteller im vom Rathaus aus gesehen vorderen Bereich des Platzes gilt.

Die sechs neuen Buden im hinteren Platzbereich hingegen bleiben die meiste Zeit geschlossen – eine davon war bisher noch nicht einmal geöffnet – was bei immer mehr Besuchern des Weihnachtstreffs für Irritation sorgt.

Dabei wollte die Stadt eigentlich „zur Stärkung des Standortes auf dem Kaiserplatz in diesem Jahr ein breiteres Angebot aufbauen“, wie Robert Walz, Pressesprecher der Stadt, erklärt. Das Ziel sei „den Weihnachtstreff bei Ausstellern bekannt zu machen, diesen die Gelegenheit zu geben, Stolberg kennenzulernen und dem bei den eigenen Bürgerinnen und Bürgern beliebten Angebot auf dem Kaiserplatz eine Wachstumsperspektive zu bieten“, beschreibt Walz.

Die derzeitige Situation auf dem Kaiserplatz sei entgegen der hehren Absicht der Verwaltung jedoch wenig förderlich, um den Weihnachtstreff voranzubringen, meint Roswitha Breuer, die seit vielen Jahren mit mehreren Geschäften an den Kupferstädter Weihnachtstagen auf dem Kaiserplatz vertreten ist.

„Werden ständig gefragt“

„Die geschlossenen Buden sehen nicht gut aus. Die Betreiber sollten vertraglich an einheitliche Öffnungszeiten gebunden sein, so wie wir angestammten Aussteller es auch sind“, sagt Breuer. Und dass die Situation für die treuen Aussteller oft peinlich sei, weil „wir werden von den Besuchern natürlich ständig gefragt, warum die Buden dicht sind, und wann sie denn aufmachen. Dann können wir beide Fragen nicht beantworten, denn einheitliche Öffnungszeiten scheint es für die Buden nicht zu geben.“

Um Aufklärung ist der städtische Pressesprecher bemüht. „Die Öffnungszeiten der neuen Buden sind jedoch nicht verpflichtend an die Öffnungszeiten des Weihnachtstreffs gekoppelt, sondern an die des besucherstärkeren Weihnachtsmarktes an der Burg, der eine Magnetfunktion für die Stadt übernimmt“, schreibt Robert Walz auf Anfrage unserer Zeitung.

Das liest sich, als ob es für die neuen Buden auf dem Kaiserplatz doch einheitliche Öffnungszeiten gibt, die mit der Stadt vertraglich geregelt sind – zumindest in der Theorie, denn die Praxis sah am ersten Wochenende der Kupferstädter Weihnachtstage Ende November völlig anders aus. Davon, dass die neuen Buden zeitgleich mit den Märkten in der Altstadt geöffnet wären, konnte keine Rede sein.

Tatsächlich geschah es am Freitag, 1. Dezember, erstmals, dass zumindest die drei Einzel- und die Doppelbude linker Hand um 17 Uhr analog mit den Schauplätzen Alter Markt und Burg öffneten, die Bude rechter Hand blieb zu. Während am folgenden Samstag die Märkte in der Altstadt pünktlich um 15 Uhr einluden, waren aber um 15.45 Uhr auf dem Kaiserplatz wieder drei der sechs neuen Buden zu. Erst als gegen 18 Uhr die bis dahin offene Bude mit Konditorei-Erzeugnissen schon wieder schloss, machte eine andere auf, um Flammkuchen anzubieten.

Am vergangenen Sonntag startete das adventliche Geschehen in der Altstadt um 12 Uhr. Nicht so bei den neuen Buden auf dem Kaiserplatz – auch nicht als um 13 Uhr der verkaufsoffene Sonntag in der Innenstadt begann. Lediglich die nicht mit Menschen besetzte Doppelbude mit Kunstwerken war zunächst offen, bis sich dann um 13.45 Uhr erste Lebenszeichen bei einem anderen Stand zeigten. Die Öffnungszeiten der neuen Buden waren also einmal mehr weder einheitlich, noch an die Zeiten der Weihnachtsmärkte in der Altstadt gekoppelt.

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