Weihnachtsbeleuchtung: Tausende LED lassen die Altstadt strahlen

Von: Jürgen Lange
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Mit tausenden kleinen LED wird in den kommenden Tagen erstmals auch die Altstadt für die Kupferstädter Weihnachtstage geschmückt. Über den Auftakt an der Fassade des St.-Lucia-Gotteshauses freuen sich für das Stadtmarketing und die Sponsoren: Axel Kahl (EWV), Dr. Urban Meurer (Berzelius), Marita Matousék, Dirk Harten (Schwermetall), Ahmet Ekin, Birgit Engelen (vorne v.r.), Andreas Pickhardt, Patric Peters, Christian Clément, Ferdi Gatzweiler, Axel Wirtz, Firdevs Kirsolak und Barbara Kohler (hinten v.r.). Foto: J. Lange
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Auch schon traditionell: Bei schlechtem Wetter sind Helfer von Betriebsamt und Feuerwehr mit der Installation der Beleuchtung beschäftigt. Foto: J. Lange

Stolberg. Noch mehr als es jede Illumination möglich machen könnte, strahlt an diesem Nachmittag Marita Matousék. Die Altstadt-Wirtin und ehrenamtliche Aktivistin im Führungsteam der Gesellschaft für Stadtmarketing Stolberg (SMS) hat es möglich gemacht.

Unermüdlich war während des vergangenen Jahres ihr Engagement, jede Menge Geld und guten Willen aufzutreiben, um die Kupferstädter Weihnachtsbeleuchtung auf die Altstadt ausdehnen zu können.

Im Sommer des vergangenen Jahres hatte die Städteregion beschlossen, zu dieser Investition in die touristische Aufwertung der Kupferstadt die Hälfte der Kosten zu übernehmen: rund 12.500 Euro. Die verbleibende Hälfte musste die SMS aufbringen. Es war keine leichte Aufgabe, der sich Matousék stellte. „Aber der Durchbruch gelang, als ich mit Dr. Urban Meurer, Dirk Harten und Axel Kahl gesprochen habe“, verrät strahlend Marita Matousék bei der kleinen Feierstunde im „The Savoy“ am Alter Markt.

Denn die leitenden Vertreter der Berzelius Bleihütte Stolberg, des Halbzeugwerks Schwermetall und des Energieversorgers EWV haben den entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die Stolberger Altstadt zusätzlich zur Einkaufsachse bei den Kupferstädter Weihnachtstagen in atmosphärischem Lichterglanz erstrahlen kann.

Dem Vorbild der drei Hauptsponsoren folgten weitere Unternehmen und Privatleute, die sich mit einem Obolus an der Illumination beteiligten. „Somit können wir auch die Kosten für das Auf- und Abhängen der Lichterketten stemmen“, freut sich Matousék über den Erfolg der Bemühungen, die in erster Linie den Stolberg-Besuchern zugute kommen.

Das Ergebnis wird sich sehen lassen können, wie bereits die ersten Lichternetze an der Fassade des St.-Lucia-Gotteshauses verraten. Mit Begeisterung hat Pastor Hans-Rolf Funken zugestimmt, dass das Haus Christi mit dem im christlichen Glauben symbolstiftenden Lichterglanz geziert wird. Und auch nahezu alle angefragten Hauseigentümer entlang der Burg-, Klatter- und Mühlenstraße haben mit Freude Ja gesagt, als Marita Matousék von Tür zu Tür ging und anklopfte, um um die Erlaubnis zu bitten, eine Befestigung für den Lichterschmuck verankern zu dürfen.

Derer sind zahlreiche erforderlich, denn gut und gerne 25.000 LED werden in den kommenden Wochen helfen, die Altstadt von europäischer Bedeutung mit ihrer Burg ins rechte Licht zu rücken. Lichtervorhänge und rund 100 laufende Meter Girlanden werden dazu beitragen. „Und 14 Bäume werden mit jeweils 480 Birnchen geschmückt“, kündigt Matousék an und dankt den Sponsoren ausdrücklich für ihr Engagement.

Für die Unternehmen ist dies ein klares Bekenntnis für ihren Standort, unterstreichen Dr. Meurer, Harten und Kahl. Sie wollen, dass sich ihre Mitarbeiter in Stolberg wohl und heimisch fühlen und sich die Kupferstadt Besuchern von ihrer besten Seite präsentieren kann.

Mehr noch: Die Geschäftsführer von Berzelius, Schwermetall und EWV laden ihre Mitarbeiter zu einem Besuch der Weihnachtstage sowie einer weihnachtlichen Feier in die Altstadt ein. Versüßt wird der adventliche Bummel der Belegschaften mit ihren Familien und Angehörigen durch Budenstadt und Ladenlokale mit einem geldwerten Gutschein, der in mehreren Geschäften eingelöst werden kann.

Von einem „richtigen Aufschwung“ für die Kupferstädter Weihnachtstag spricht denn gleich auch Patric Peters. Noch nie zuvor habe das Stadtmarketing so frühzeitig seine Bemühungen um die Kosten und Installation der Weihnachtsbeleuchtung stemmen können. „Wenn‘s einmal läuft, läuft‘s richtig“, sagt der Vorstandssprecher der SMS und verweist auf die Aktivitäten in der Einkaufsachse.

Helfer von Feuerwehr, Technischem Betriebsamt und der „Side“ sind derzeit damit beschäftigt, die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung an den Häusern entlang des Steinwegs sowie der Rathaus- und Salmstraße zu befestigen, die dann erstmals in diesem Jahr mit den neuen Elementen in der Mühlen-, Klatter- und Burgstraße komplettiert werden kann.

Für den Bürgermeister eine Gelegenheit, sich für das spendable Engagement der Unternehmen für ihren Standort zu bedanken, und auch an die Schwierigkeiten vergangener Jahre zu erinnern, in denen die historischen Lichterelemente vor dem Verfall gerettet, saniert und mit einer zeitgemäßen LED-Beleuchtung ausgestattet wurden. Dabei lobt Ferdi Gatz­weiler ausdrücklich die Einsatzbereitschaft der in der „Side“ organisierten türkisch-muslimischen Geschäftsleute um die christliche Weihnachtsbeleuchtung in Stolberg.

„Die Kupferstadt gewinnt durch die zusätzliche Illumination weiter an touristischer Bedeutung“, unterstreicht auch Axel Wirtz (MdL), der in seiner Funktion als Mitglied des Städteregionstags die Glückwünsche von Städteregionsrat Helmut Etschenberg zu dem gestemmten Projekt und symbolisch den 50-prozentigen Anteil an den Investitionskosten übermittelt.

Und während SMS-Aktivisten, Pastor und Politiker sowie die Vertreter der für Stolberg engagierten Unternehmen begeistert die ersten Vorboten der neuen Altstadtbeleuchtung bei hereinbrechender Dämmerung betrachten, ist Marita Matousék – weiterhin freudestrahlend – schon in Gedanken beim nächsten Projekt, mit dem sie auch nach ihrer aktiven Zeit als Altstadtwirtin zum Ende diesen Monats zu einem weiteren Aufschwung der touristischen Bedeutung der Altstadt beitragen will, weil ihre Heimatstadt ihr einfach am Herzen liegt. Man darf weiterhin gespannt sein.

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