Weihbischof Dr. Johannes Bündgens beim Sozialdienst katholischer Frauen

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Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (rechts) traf sich jetzt in Stolberg zu Gesprächen mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Foto: Margit Schmitt/SKF Stolberg

Stolberg. Seine Visitation begann um 9 Uhr in den beiden Kindertagesstätten des SkF. In der Kita Zwergenburg erwarteten Weihbischof Dr. Johannes Bündgens schon alle Kinder und Erzieherinnen in der Turnhalle, um ihn, begleitet von Pastor Hans Rolf Funken, mit Liedern zu empfangen.

Der Bischof segnete von den Kindern selbst gebastelte Kreuze, wovon er und Pastor Funken von den Kindern auch jeweils eines geschenkt bekamen. In der Tagesstätte für spanische Kinder wurde der Bischof von einem Chor des Riesentreffs empfangen. Hier wurden ihm von den Kindern selbst gemalte Bischofsbilder geschenkt.

Neben dem Kontakt mit den Kindern und der Besichtigung der Räume fand ein Fachaustausch mit beiden Kita-Leitungen Frau Claudia Breuer, Frau Anja Kordes sowie der Geschäftsführung Frau Margit Schmitt über familienpolitische Themen statt.

Von Heimteam begrüßt

Dabei bewiesen Bischof sowie Pfarrer ihre Nähe zu Themen der Basis. Zur Sprache kamen Themen wie frühkindliche Bildung und Bindung in institutioneller Betreuung. In der Beratungsstelle wurde Weihbischof Dr. Bündgens von zwei Vorstandsmitgliedern Anne Frink und Birgit Berghausen sowie der Leitung der Beratungsstelle Frau Kaußen-Jensen, der Einrichtungsleitung des Agnesheimes Kornelia Stöcker sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichen Aufgabengebieten empfangen.

Margit Schmitt stellte die Aufbaustruktur und die vielfältigen Angebote des Verbandes dar. Exemplarisch wurden vertieft die Aufgabengebiete Betreutes Wohnen für psychisch und geistig behinderte Menschen, Frühe Hilfen, sowie das Engagement für Flüchtlinge vorgestellt und besprochen. Dabei wurde über Veränderungsprozesse in der Arbeit durch das neue Gesetz zur Pflegestärkung und das Bundesteilhabegesetz diskutiert.

Es kamen die Schnittstellen der Fachdisziplinen Psychiatrische Versorgung und Jugendhilfe zur Sprache, die je nach Blickwinkel gegebenenfalls den Blick auf das Kind oder den auf die psychische Erkrankung des Elternteils, die Lebenswirklichkeit des anderen nur bedingt in ihrer Ganzheit erkennen.

Das Aufgabengebiet Frühe Hilfen verdeutlichte dem Bischof die vernetzte Zusammenarbeit der Disziplinen Schwangerenberatung, Frühe Hilfen sowie Kindertagesstätten. Dr. Bündgens scheute sich nicht, sich nach den Wunden im SkF zu erkunden, die der Ausstieg aus der Konfliktberatung im Jahre 1999 im Verband hinterlassen hat.

Das Bistum Aachen hat viel Geld in die unterstützende Arbeit mit Flüchtlingen investiert. So konnte der SkF Dr. Bündgens konkrete Ergebnisse in den Aufgabengebieten Flüchtlingspaten, Beratung traumatisierter Flüchtlingsfrauen sowie die Ehrenamtskoordination von Flüchtlingen präsentieren. An das dichte Programm schloss sich ein Mittagessen mit acht eritreischen Jugendlichen aus dem Agnesheim an, die es sich nicht nehmen ließen, ein Mittagsmahl für 20 Personen aus ihrem Herkunftsland herzurichten. Es wurde von allen Beteiligten sehr genossen.

Hohe Bedeutung

Die eritreischen Jugendlichen gehören einem katholisch-orthodoxem Glauben an, der für sie von hoher Bedeutung ist. Demnach war es für sie auch eine Anerkennung, dass ein deutscher Bischof mit ihnen eine Andacht durchführte. An der Andacht nahmen neben den Jugendlichen auch circa 20 SkF Mitarbeiterinnen teil.

Den Abschluss der Visitation bildeten die Besuche in der Aufnahmegruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) und in einer stationären Familiengruppe. Die sieben 16- bis 18-jährigen Jungs aus Afghanistan, Algerien und Irak schilderten Weihbischof Dr. Bündgens ihre Lebens- und Ausbildungssituation sowie ihre perspektivischen Wünsche. Alle fühlen sich in Stolberg wohl und hatten auf Nachfrage des Bischofs bis dato keine ausländerfeindlichen Begegnungen hier in unserem Land.

Die Kinder der stationären Familiengruppe führten mit Therapiehund Lotte Kunststücke vor und zeigten dem Bischof begeistert ihre Zimmer. Die zuständige Bereichsleitung Frau Hüren Coldewey erörterte den Gästen beindruckend die Wirkung und Erfolge dieser Therapie bei Kindern mit komplexen Problemlagen.

Am großen Küchentisch der Außenwohngruppe mit Kindern, Erziehern, Pastor, Bischof, Leitungskräften, Geschäftsführung und Hund fand in sehr entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen die Visitation ihr Ende. Die Mitarbeiter des SkF waren von der unkomplizierten und konzentrierten zugewandten Art von Weihbischof Dr. Bündgens sehr beeindruckt.

Selbst in der Dichte der Themen, dem intensiv gefüllten Tagesprogramm wurde jeder Einzelne von ihm, ob jung oder alt, ob Funktionsträger oder Kind wahrgenommen und kontaktiert.

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