Weibliche Verstärkung für den Sozialdienst der Männer

Von: Jessica Küppers
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Das Spielmobil gehört zu den Aufgaben der neuen Mitarbeiterin des SKM Nadine Lange. Kollege Ingo Schäfer hilft beim Einräumen. Foto: jkü

Stolberg. Die Überraschung ist dem Katholischen Verein für soziale Dienste – auch als Sozialdienst Katholischer Männer bekannt – (SKM) in Stolberg gelungen. Der angekündigte neue Mitarbeiter im Team ist eine Frau. Nadine Lange heißt sie, ist 30 Jahre alt und kümmert sich seit November um die Kinder- und Jugendhilfe in Stolberg.

Erfahrungen in dem Bereich hat die Sozialarbeiterin unter anderem in der stationären Jugendhilfe gesammelt. Dort hat sie sich in größeren Einrichtungen um Jugendliche gekümmert, die in Regelgruppen betreut werden. Dass sie beim SKM in einem kleinen Team von zehn Mitarbeitern (inklusive Reinigungskraft und Hausmeister) arbeiten kann, stört sie nicht – im Gegenteil. „Ich war große Häuser überdrüssig, da geht so viel unter“, sagt sie. In dem kleinen Team beim SKM gehe es sehr familiär zu. Wenn sie Fragen habe, sei immer jemand da. Die Hilfe kann sie auch gut gebrauchen, weil mit der Flüchtlingshilfe, die einen neuen Bestandteil der sozialen Arbeit des SKM bildet, große Herausforderungen auf sie zukommen. „Das sind zwei Jungs aus Syrien und Afghanistan“, sagt sie. Sprachprobleme hat sie keine. „Deutsch ist unproblematisch, weil man sich mit Händen und Füßen verständigen kann“, sagt sie. Zudem sind die Flüchtlinge schon länger in der Kupferstadt und haben meist schon ein wenig Deutsch gelernt. „Das geht sehr schnell, weil sie es unbedingt lernen wollen“, sagt die 30-Jährige. Wie dieses Angebot noch ausgeweitet werden kann, muss noch mit der Stadt abgestimmt werden.

„Frischer Wind“ im Team

Eine weitere Aktion, die im Sommer fortgesetzt werden soll, ist das Spielmobil. Darin gibt es unter anderem eine Hüpfburg, Spielgeräte und Pylonen. Die Spiele sollen entsprechend der Altersgruppe angepasst werden, weil vorher nicht absehbar ist, wer das Angebot annimmt.

Wie die Arbeit beim SKM in Zukunft weiterentwickelt werden könnte, hat sich Lange auch schon überlegt. Damit hat sie auch Geschäftsführer Jörg Manfred Lang beeindruckt. „Da habe ich große Augen gemacht“, sagt er. Mit ihr komme frischer Wind in den Sozialdienst. „Jede pädagogische Kraft bringt sich selbst mit ein und verändert die pädagogische Arbeit“, sagt er.

Eine weitere, personelle Veränderung hat im Team des SKM schon stattgefunden. Mitarbeiter Ingo Schäfer hat den Bereich der allgemeinen Sozialberatung und der Schuldnerberatung übernommen. Damit ist er künftig Ansprechpartner für alle Geldfragen. Im Jahr 2015 waren es insgesamt 84 Menschen, die die allgemeine Sozialberatung in Anspruch genommen haben, weitere 39 Klienten steckten in der Schuldenfalle.

Auch wenn das Angebot des SKM neu ausgerichtet wird, sollen die Wohngemeinschaften für Jugendliche weiterhin den Schwerpunkt der Arbeit bilden. „So sind wir immer noch aufgestellt und das ist mit der Kommune auch so vereinbart“, sagt Lang.

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