Wehrhafte Demokratie bietet die Stirn

Von: -jül-
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Wie hier auf dem Friedhof Bergstraße gedachten am Sonntag vielerorts die Stolberger den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Foto: J. Lange

Stolberg. Vielerorts gedachten am Sonntag die Stolberger den Opfern der Kriege. Anlässlich des Volkstrauertages hatten Vereine, Initiativen und Kirchen zu Gedenkveranstaltungen an den Ehrenmalen in den Ortschaften eingeladen.

Bereits am Samstag versammelten sich die Menschen in Werth an der Kriegergedächtniskapelle; am Sonntag gedachten sie in Büsbach, Mausbach und Vicht der Getöteten.

Zu einer zentralen Gedenkveranstaltung hatte der Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge aufgerufen am Ehrenmal auf dem Friedhof Bergstraße, an der auch die Stolberger Schützenbruderschaften St. Sebastianus und Bernhard-Edelweiß sowie zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens teilnahmen.

Musik- und Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Männergesangverein Büsbach umrahmten das feierliche Gedenken musikalisch mit Chorälen; Pastor Hans-Rolf Funken und Pfarrer Andreas Hintze sprachen Gebete.

Als Redner erinnerte Ferdi Gatzweiler in einer sehr persönlichen Ansprache an die über 70 Millionen Menschen, die allein während der beide Weltkriege getötet wurden.

„Nie wieder Krieg”, postulierte der Bürgermeister und verdeutlichte, dass zahlreiche Opfer „nicht für Deutschland, sondern für den Machtanspruch der Nazis getötet worden sind”.

Beispielhaft erinnerte Gatzweiler an Verfolgung und Deportation Stolberger Bürger im Zusammenhang mit der Pogromnacht, derer vor wenigen Tagen gedacht wurde.

Markant aufgezeigt werde das „Abschlachten der Soldaten” auf französischen Landstraßen dokumentiert, wo die nur wenige Meter veränderten Frontverläufe des Ersten Weltkrieges dokumentiert sind. „Für ein paar Meter Boden wurden tausende Menschen verheizt”, mahnte Gatzweiler.

eit über 60 Jahre leben die Deutschen in einer gefestigten Demokratie, die wehrhaft sei, auch ewig Gestrigen und allen extremistischen Ansätzen die Stirn zu bieten. Für die Errungenschaften der Demokratie zu kämpfen sei heldenhaft.

Gemeinsam mit Oberstleutnant Jürgen Werner, Kommandant der Donnerberg-Kaserne, Stadtbrandinspektor Toni Sturz, und Frank Gilles, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes, legte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler einen Kranz am Ehrenmal des Friedhofes Bergstraße nieder. Mit der Nationalhymne endete die Gedenkveranstaltung.
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