Stolberg - Wegen Mensa: „Das Goethe ist keine Insel der Glückseligkeit”

Wegen Mensa: „Das Goethe ist keine Insel der Glückseligkeit”

Von: Michael Grobusch
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Die Mensa auf der Liester wird wie geplant weitergebaut. Wie eine Nutzungsänderung im Zuge der Einführung der Gesamtschule aussehen könnte, will der Bürgermeister erst später entscheiden. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Nach Karneval werden die Fraktionsvorsitzenden eine Einladung des Bürgermeisters erhalten. Gereicht wird dann trotz der beginnenden Fastenzeit eine deftige Kost. Das Thema Gesamtschule will diskutiert werden. Nachdem die Einrichtung einer solchen Schule generell konsensfähig ist, geht es nun um die Frage des Standortes.

Und angesichts der inoffiziell nahezu einhellig als Favorit gehandelten Variante 7 des Schulentwicklungsplaners Wolf Krämer-Mandeau (Realschule I und alte Gutenberg-Schule) geht es wohl auch um die Frage der Nutzung der Mensa am Goethe-Gymnasium.

„Alle Ausschreibungen sind raus. Wir werden den laufenden Bau jetzt nicht stoppen oder die Pläne ändern”, erklärte Ferdi Gatzweiler am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. Dazu sehe er, so betonte der Bürgermeister, derzeit auch keinen Anlass. Schließlich zeige ein Blick auf die zu erwartende weitere Chronologie, dass vorerst nicht mit Interessenkonflikten zu rechnen sei. „Wenn alles gut läuft, wird die Gesamtschule zum Schuljahr 2012/13 in Betrieb genommen. Dann gibt es zunächst nur eine Eingangsstufe. Die Gesamtschule in ihrer vollen Größe wird sich aber erst in de Folge Jahrgang für Jahrgang aufbauen”, gibt Gatzweiler zu bedenken.

Politik und Verwaltung solle dies zwar nicht davon abhalten, über die Nutzung der Mensa durch Gymnasium und Gesamtschule nachzudenken. „Konkrete Beschlüsse wird es aber erst später unter Berücksichtigung der dann aktuellen Lage geben”, blickt der Bürgermeister nach vorne.

Ob dann die Entscheidung fallen wird, die Raumstruktur des Mensagebäudes zu verändern, um größere zusammenhängende Flächen zu schaffen, oder aber die Nutzung unter Beibehaltung der Räumlichkeiten zu modifizieren, könne noch nicht gesagt werden.

Gesagt werden soll nach dem Willen des Bürgermeisters aber viel über die zukünftige Gesamtschule - im erwähnten Kreis der Fraktionsvorsitzenden, aber auch im Gespräch mit den Schulleitern. „Ich gehe davon aus, dass sich die Leiter aller Stolberger Schulen an diesem Findungsprozess beteiligen werden.”

Explizit nennt er dabei das Goethe-Gymnasium, dessen Leitung sich zunächst dagegen gewehrt hatte, als ein möglicher Standort für die Gesamtschule in Betracht gezogen zu werden. Am Rande der außerordentlichen Schulausschuss-Sitzung hatten dann Schüler und Lehrer gegen eine mögliche gemeinsame Nutzung ihrer derzeit im Bau befindlichen Mensa mit Plakaten protestiert.

Ferdi Gatzweiler setzt trotzdem auf eine konstruktive Zusammenarbeit und appelliert an die Verantwortlichen: „Auch das Goethe-Gymnasium ist keine Insel der Glückseligkeit, auf der man sich um nichts anderes als um sich selbst kümmern muss.”
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