Stolberg-Büsbach - Wegekreuz gedreht: Christus blickt wieder nach Osten

FuPa Freisteller Logo

Wegekreuz gedreht: Christus blickt wieder nach Osten

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
9074733.jpg
Willkommensgruß an Reisende: Von unten aus dem Tal kam vor 165 Jahren der Erzbischof zur Firmung nach Büsbach. Auf Wunsch der Hubertus-Pfarre ließ die Stadt das Wegekreuz am Büsbacher Berg wieder in die historische Ausrichtung versetzen. Foto: J. Lange

Stolberg-Büsbach. Er schaut wieder in die richtige Richtung. Der Corpus Christi am Büsbacher Berg blickt wieder talwärts nach Osten. Von dort kam 1849 der Kölner Erzbischof Johannes von Geissel nach Büsbach, um das Sakrament der Firmung in der Pfarre St. Hubertus zu spenden.

Um den Bischof gebührend empfangen zu können, hatte die einst selbstständige Gemeinde Büsbach einen neuen Weg ausgebaut: von der am Markt endenden Bebauung zu der 1832 angelegten Straße nach Stolberg, der Aachener Straße, entstand die Bischofstraße. Das Wegekreuz an der Einmündung am heutigen Büsbacher Berg in Höhe von Gut Kranensterz war ein Willkommensgruß an den Erzbischof.

Stadt folgt Wunsch der Pfarre

Und auch heute wieder ist das Wegekreuz ein Willkommensgruß für alle, die aus dem Tal nach Büsbach kommen. Das war kurzzeitig nicht so. Im Juni erregte es die katholischen Gemüter im Barenland, dass der Corpus Christi auf einmal in die andere Richtung blickte – bergauf nach Westen zum Dorf hinauf.

Im Rahmen des Ausbaus der Aachener Straße war ein neuer Gehweg angelegt worden, der hinter dem Blausteinsockel mit der Inschrift „Mein Jesus Barmherzigkeit“ vorbei die Kurve vom Büsbacher Berg zur Aachener Straße neuerdings für Fußgänger erschließt.

Das während der Arbeiten demontierte Wegekreuz wurde schnell vermisst in der Hubertus-Gemeinde, doch als es wieder aufgestellt war, entstand Diskussionsbedarf. „Wir sind erst einmal froh, dass das Wegekreuz wieder aufgestellt ist“, freute sich Pastor Jürgen Urth. Und über die Blickrichtung werde sich die Gemeinde in Ruhe ihre Gedanken machen.

So hatte es sicherlich auch etwas für sich, dass das Wegekreuz zum neuen Gehweg ausgerichtet war. Er macht es den Gläubigen viel einfacher, Kerzen dort zu entzünden – so wie es in vergangenen Zeiten der Brauch war, um Reisenden bei der Orientierung durch das frühere unwirtliche Erzbergbau-Gebiet zu gewähren. Bis zum Ausbau der Aachener Straße war das nur durch eine Kletterpartie durch den Straßengraben möglich.

Andere Stimmen in der katholischen Gemeinde plädierten für die historische Lösung, die über Jahrzehnte hinweg aus gutem Grund das Bild am Büsbacher Berg geprägt hat. Die Stadt verfolgte die Debatte im katholischen Barenlang ganz salomonisch. „Wir richten uns nach dem Wunsch der Pfarrgemeinde“, sagte im Sommer der stellvertretende Tiefbauamtsleiter Heinz Herrmann.

Mittlerweile hat der Pfarreirat beraten und sich für die alt bewährte Ausrichtung des Wegekreuzes entschieden. In diesen Tagen rückte es Steinmetz André Hennecken wieder in die rechte Richtung – als ein Willkommensgruß für die Besucher des Barenlandes.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert