„Weforma“: Erfolgsgeschichte beginnt in der Garage

Von: Dirk Müller
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Die hydraulischen Dämpfungselemente „made in Stolberg“ sind oft Sonderlösungen und Modifikationen und werden im Maschinen- und Anlagenbau vielfältig eingesetzt. Foto: D. Müller
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Inhaber Armin Schmidt (links) und Sales Manager Harald Rüttgers geben Einblicke in das Unternehmen, das im vergangenen Jahr 16,8 Millionen Euro umgesetzt hat.

Stolberg. Im Mausbacher Industriegebiet fristet an der Werther Straße ein Unternehmen sein von außen eher unscheinbares Dasein. Doch die „Weforma GmbH“ steht für eine Stolberger Erfolgsgeschichte: Was 1970 als Ein-Mann-Betrieb anfing, den der Vater der heutigen „Weforma“-Gesellschafter Armin und Thomas Schmidt in einer Mausbacher Garage betrieb, ist heute ein Unternehmen mit 130 Beschäftigten in Stolberg.

Als „Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau“ 1980 gegründet, begann „Weforma“ eigene Industriestoßdämpfer zu produzieren. „Und im Bereich Dämpfungstechnik sind wir heute der Hersteller mit dem weltweit größten Sortiment“, betont Armin Schmidt. Die Firma vertreibt hydraulische Dämpfungselemente sowie Schwingungstechnik.

Die Kundschaft sei breit gefächert, erläutert Sales Manager und Prokurist Harald Rüttgers: „Unsere Produkte werden vielfältig eingesetzt. Während zum Beispiel Rotationsdämpfer oder Palettenstopper im Maschinen- und Anlagenbau zum Einsatz kommen, werden unsere Schwerlastdämpfer in der Container-Logistik, bei automatisierten Hochregalen oder für Krananlagen benötigt.“

Die „Schwergewichte“ aus dem Hause „Weforma“ würden auch als sogenannte Anschlagpuffer für Eisenbahnen, Schwenkbrücken und Eisenbahnen verwendet. Und in Fahrgeschäften, die man von der Kirmes und aus Freizeitparks kennt, befinde sich die Stolberger Technik ebenso wie in zahlreichen Aufzügen, führt Rüttgers aus. Armin Schmidt verrät den CDU-Vertretern, die „Weforma“ im Mausbacher Industriegebiet besuchen, ein wichtiges Erfolgsgeheimnis des Betriebs: „Wir können Standard, aber wir können vor allem noch viel mehr.“

Ausschließlich eigene Dichtungen

Rüttgers konkretisiert: „Mehr als 95 Prozent der verwendeten Bauteile fertigen wir selbst. Das ermöglicht uns, sehr kurzfristig Modifikationen und Sonderlösungen für unsere Kunden zu produzieren. Das macht mehr als 65 Prozent unserer Aufträge aus.“ Von großer Bedeutung sei etwa, dass „Weforma“ sämtliche Dichtungen selbst herstelle, sagt Schmidt. „Denn die Lebensdauer unserer Produkte ist wesentlich höher.“ So sichere diese hohe Kompetenz letztlich auch den Standort in Mausbach und die 130 Arbeitsplätze, an denen Stolberger und Fachpersonal aus der näheren Region tätig seien.

Wobei „Weforma“ auch für den städtischen Haushalt eine Größe sei, da reichlich Gewerbesteuer in die kommunale Kasse fließe. 2016 setzte das Unternehmen 16,8 Millionen Euro um. Allerdings investiere die Firma auch viel in den Erfolg, erläutert Schmidt: „Um unseren hohen Standards gerecht zu werden, lassen wir Prüfanlagen und zunehmend auch Fertigungsanlagen nach unseren eigenen Vorstellungen bauen.“

Der „Weforma“-Maschinenpark sei im Durchschnitt keine fünf Jahre alt. „Jährlich stecken wir eineinhalb bis zwei Millionen Euro in die Maschinen deutscher Herstellung“, erläutert der Prokurist.

Bei dem Rundgang in der Firma zeigen Schmidt und Rüttgers den Stolberger CDU-Politikern unter anderem das Materiallager mit der Kapazität von 250 Tonnen und beschreiben weitere Investitionen, die „Weforma“ in Mausbach getätigt hat. „In den vergangenen Jahren haben wir die Produktionsfläche verdreifacht“, blickt Armin Schmidt zurück. So messe das Firmengelände an der Werther Straße inzwischen rund 12.000 Quadratmeter, von denen auf 5000 Quadratmetern Dämpfungs- und Schwingungstechnik „made in Stolberg“ produziert werde.

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