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Wasserschutz: Die Kupferstadt ist seit Herbst informiert

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Die seit den 1970er Jahren bestehende und die angekündigte neue Wasserschutzverordnung für die Wehebachtalsperre hat Auswirkungen auf den geplanten Windpark im Laufenburger Wald. Eine Genehmigung von Windrädern in Zone II gilt als fraglich.

Stolberg. Gar nicht so verkehrt liegt die Bürgerinitiative Gegenwind in Schevenhütte mit ihrer Einschätzung zu den Auswirkungen des Trinkwasserschutzes auf den Bau von Windenergieanalgen im Umfeld der Wehebachtalsperre.

Wir haben die Kupferstadt Stolberg und die Städteregion Aachen bereits im vergangen Herbst darüber informiert, dass eine neue Wasserschutzverordnung in Arbeit ist“, bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung Freia Johannsen.

Dabei habe die Bezirksregierung darauf hingewiesen, dass in der Wasserschutzzone II rund um die Wehebachtalsperre zukünftig die Errichtung von Windenergieanlagen grundsätzlich verboten sein wird, erklärte die Sprecherin von Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

Die aktuell noch bestehende Wasserschutzverordnung läuft zum Jahresende aus und stammt aus den 1970er Jahren. „Damals war der Bau von Windrädern noch kein großes Thema“, weist Johannsen darauf hin, dass solche Anlagen nicht explizit aufgeführt worden seien. Allerdings seien bereits in den alten Regelungen zahlreiche Verbote für Maßnahmen definiert, die für den Bau von Windenergieanlagen erforderlich sein würden.

Insofern werden in der Bezirksregierung als Obere Wasserbehörde auch wenig Aussichten gesehen, eine Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen im Bereich der Talsperre gesehen, falls diese vor dem Erlass der neuen Wasserschutzverordnung zur Genehmigung in Köln eingereicht würden. Ein solches Ergebnis wollte Johannsen zwar nicht explizit vorweg nehmen, aber dies müsse natürlich in jedem Einzelfall geprüft werden.

Über den Erlass einer neuen Wasserschutzverordnung für den Bereich der Wehebachtalsperre sei die Green GmbH bereits seit längerem informiert, erklärte Yvonne Rollesbroich auf Anfrage. „Darin sehen wir aber kein Problem“, sagte die Pressesprecherin. Dies werde bei dem Genehmigungsantrag auf Basis des Bundesimmissionsschutzgesetzes berücksichtigt. Ein entsprechender Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung solle gestellt werden.

Bei einem Scoping-Termin mit Vertretern aller betroffenen Behörden im Januar sei die Frage des Wasserschutzes mit den Vertretern der Unteren Wasserschutzbehörde bei der Städteregion diskutiert worden. Dabei solle eine solche Ausnahmegenehmigung in Aussicht gestellt worden sein, so Rollesbroich weiter.

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