Stolberg - „Wahlchecker“ bietet Entscheidungshilfe

„Wahlchecker“ bietet Entscheidungshilfe

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Die an der Initiative „Das geht!“ beteiligten Jugendlichen aus Stolberg fordern eine kostenfreie Nutzung der Sportanlagen. Die meisten Parteien lehnen dies jedoch ab, wie die Befragung durch das Bildungsbüro der Städteregion zeigt. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Der Countdown läuft – für die Kommunalwahl am 25. Mai und auch für den „Wahlchecker“, der bereits am kommenden Montag freigeschaltet wird. Ab dann werden den Stolberger Bürgern unter www.wahlchecker.de insgesamt 16 Themen und Thesen zur Bewertung präsentiert.

Die Abstimmung eines jeden Nutzers wird online mit den Stellungnahmen der Parteien in der Kupferstadt verglichen. Aus den meisten Übereinstimmungen ergibt sich schließlich das persönliche Ergebnis, das nicht als Empfehlung, wohl aber als Entscheidungshilfe dienen soll.

„Wir haben alle Stolberger Fraktionen und Ortsverbände angeschrieben. Und die Rückmeldungen sind wirklich sehr gut“, zeigt sich Steffen Mingenbach zufrieden. Als studentischer Mitarbeiter des Bildungsbüros der Städteregion Aachen begleitet er die Initiative „Das geht! Dialog zwischen Jugend und Politik“ in den fünf ausgewählten „Musterkommunen“, zu denen neben Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler und Herzogenrath auch Stolberg gehört.

Unterstützt wird er dabei jeweils von einer Arbeitsgruppe, die sich aus Schülern der jeweiligen Kommune zusammensetzt – mit großem Erfolg und einer beachtlichen Resonanz, wie nicht nur das Engagement in den zahlreichen Sitzungen belegt, sondern auch das enorme Interesse an der Abschlussveranstaltung, die am 22. Mai im Zinkhütter Hof stattfinden wird. „Stolberg ist derzeit absolute Spitze“, freut sich Mingenbach über bereits 130 Anmeldungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Angesichts dieser Zwischenbilanz gilt die Hoffnung als berechtigt, dass auch der „Wahlchecker“ bei den Stolbergern gut ankommen wird. Die von der lokalen Arbeitsgruppe formulierten Thesen bieten in jedem Fall reichlich Gesprächs- und Diskussionsstoff. Schließlich reichen sie von der Forderung nach öffentlichen Toiletten in der Stadt und der Freigabe des Steinweges für den Verkehr über die Öffnung aller Schulhöfe als Treffpunkte für Jugendliche bis hin zu der Feststellung, dass die Außenbezirke der Kupferstadt deutlich besser an das Busnetz angebunden werden müssen.

Breitbandnetz ausbauen

Zu diesen und weiteren Thesen kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Das lässt sich schon beim ersten Blick auf die von den Parteien gelieferten Antworten feststellen. In zehn von 16 Fällen gibt es keine markanten Übereinstimmungen. Einstimmigkeit herrscht alleine in dem Punkt, dass das Breitbandnetz im Stadtgebiet ausgebaut werden muss.

Wenig Chancen geben die Politiker hingegen der Forderung der Jugendlichen, die städtischen Sportanlagen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Lediglich die Grünen lehnen dies nicht grundsätzlich ab. Auch die Öffnung der Schulhöfe zur Freizeitnutzung trifft auf wenig Gegenliebe. Unterstützung signalisiert hier nur die SPD.

Größere Zustimmung gibt es für die geforderten öffentlichen Toiletten, die nur die UWG nicht für nötig hält. Alleine steht diese auch bei der Frage, ob der Steinweg für den Verkehr freigegeben werden soll. Entsprechend des jüngsten Ratsbeschlusses fallen alle bislang vorliegenden Antworten negativ aus. Die UWG aber ist dafür.

Ab Montag können alle Stolberger die Probe aufs Exempel machen, sich – ganz anonym – mit den 16 Thesen auseinandersetzen und diese jeweils befürworten, ablehnen oder sich enthalten. Das Bildungsbüro und die Aachener Stiftung Kathy Beys als Kooperationspartner werden die „Klicks“ auswerten – und nach dem 25. Mai mit dem Wahlergebnis vergleichen.

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