Während „Kyrill“: 100 Einsätze an zwei Tagen für die Stolberger Wehr

Von: slg
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Stolberg. Um 9.25 Uhr am Morgen des 18. Januar 2007 kommt die Sturmwarnung bei der Stolberger Feuerwehr an: „Kyrill“ ist auf dem Weg. Toni Sturz, seinerzeit Einsatzleiter, erinnert sich noch gut an diesen Donnerstag: „Am Vormittag hatten wir lediglich drei Einsätze wegen des Sturms, doch im Laufe des Nachmittags stand das Telefon nicht mehr still“, so der Feuerwehrmann.

Rund 100 Einsätze hatte die Feuerwehr an diesem und am darauffolgenden Tag insgesamt. 125 Wehrleute waren unterwegs, um beispielsweise umgestürzte Bäume von den Straßen zu entfernen. „Schwerverletzte gab es zum Glück nicht“, sagt Sturz. „Wir lernen aus der Erfahrung, die wir bei Großlagen machen“, erklärt Michael Konrads, Sprecher der Feuerwehr. So komme es häufiger zu „Flächenlagen durch Naturphänomene“, also Stürme, Hochwasser oder Schneemassen. Und auf die gelte es sich vorzubereiten.

Sowohl was die technische Ausrüstung angeht als auch durch strategische Gefahrenvorbeugung. Dafür ist in Stolberg eine eigene Abteilung des Feuerwehramts zuständig. „Direkt nach ‚Kyrill‘ haben wir mehr Tauchpumpen angeschafft“, nennt Konrads als ein Beispiel. Auch seien die neuen Fahrzeuge besser für technische Hilfeleistungen geeignet. Geändert hat sich auch einiges für den SAE, den Stab für außergewöhnliche Ereignisse, bei dem der Feuerwehrführungskreis mit Vertretern der Stadt und anderen Hilfsorganisationen eng zusammenarbeitet. „Wir nehmen bei eingehenden Anrufen zunächst eine Priorisierung vor“, erklärt Konrads.

Handele es sich um zeitkritische Notfälle, könnten Menschen oder Tiere in Gefahr sein, werde gleich gehandelt. „Bei den anderen Vorfällen sammeln wir erst mal.“ Auch werde immer ein Löschzug für den regulären Betrieb vorgehalten: Auch bei Stürmen wie Kyrill kann es schließlich zu einem „normalen“ Brand kommen.

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