Stolberg - „Wählen Sie mal Kirche”: Urnengang in katholischen Pfarrgemeinden

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„Wählen Sie mal Kirche”: Urnengang in katholischen Pfarrgemeinden

Von: -jül-
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Stolberg. Das Superwahljahr in Stolberg wird nicht nur von einem vierten Urnengang gekrönt, sondern auch von einer Premiere. Zumindest für die Katholiken in der Kupferstadt. Denn sie sind am Wochenende, 7. und 8. November, noch einmal zum Gang an die Wahlurnen aufgerufen.

Es sind die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände der Stolberger Pfarreien die neu bestimmt werden - zeitgleich in den Bistümern Aachen, Köln, Münster und Paderborn sowie Essen.

Während in der Gemeinschaft der Gemeinden im Stolberger Süden wie gewohnt die Mitbestimmungsorgane in den einzelnen Pfarrgemeinden gewählt werden, ist dieses November-Wochenende der inoffizielle Startschuss für die fusionierte Großgemeinde St.Lucia, die offiziell erst zum 1.Januar an den Start geht.

„Es macht Sinn, dass an dem Wahltermin bereits der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand für die neue Gemeinde gewählt werden”, erklärt Johannes Schnettler vom Aachener Generalvikariat auf Anfrage. Die Periode der amtierenden Gremien werde zum Jahresende auslaufen, so dass der neue Pfarrgemeinderat und der neue Kirchenvorstand zum Neujahrstag offiziell ebenso ihre Arbeit aufnehmen können wie Pastor Hans-Rolf Funken als pastoraler Leiter der neuen Gemeinde. Details und Personalien müssten vor Ort geklärt werden.

Dies soll ein so genannter Fusionsrat bewerkstelligen, erläuterte Paul M. Kirch als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats der Oberstolberger Pfarre St. Lucia. „Nachdem das Bistum die pastorale Frage geklärt hat, können wir nun diesen Fusionsrat bilden”, so Kirch. Ihm sollen Vertreter aller sieben Pfarrgemeinden angehören, die bereits in intensivem Kontakt stünden.

Ein Personaltableau soll ebenso unterbreitet wie organisatorische Fragen geklärt werden. Neben dem zentralen Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, „besteht auch die Möglichkeit Ortsausschüsse zu bilden”, erläutert Kirch eine Möglichkeit, wie das kirchliche Leben an der Basis der heute sieben Pfarrgemeinden in Zukunft organisiert werden könnte.

„Wählen Sie mal Kirche” lautet das bistumsübergreifende Motto der Wahlen vor dem Hintergrund, dass die Vereinigung von Pfarreien und die Bildung von Pfarrverbünden „das Gesicht der Gremienarbeit verändert haben”, so Schnettler.

„Das erfordert von allen Mandatsträgern ein Arbeiten in neuen, größeren Räumen”. Das Motto der Wahl will diesen Perspektivwechsel anregen und Männer wie Frauen für die Mitarbeit in den Gremium gewinnen.
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