Vorwurf sexueller Missbrauch: Angeklagter von Haft verschont

Von: wos
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Justitia Justizia Recht Symbol Symbolbild: dpa/David Ebener
Inzwischen ist Daniel P. vom Gericht von der Haft verschont worden und sieht der Urteilsverkündung der 5. Großen Strafkammer entgegen.

Stolberg. Inzwischen hat in dem Prozess gegen den 42-jährigen Familienvater Daniel P. aus Baesweiler wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs seiner heute zehnjährigen Tochter die Aussagepsychologin ihr Gutachten vorgetragen.

Danach konnte man in den Aussagen des Kindes die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs durch den Vater nicht erhärten. Konstanz und Inhalt der Aussage des Mädchens seien nicht ausreichend, um den aus Baesweiler stammenden Angeklagten sicher zu belasten, so die Gutachterin. Das Kind hatte nach Angaben der Stolberger Pflegefamilie von sexuellen Übergriffen des Vaters berichtet.

Rainer Dietz, Anwalt des Angeklagten, bewertete die Angelegenheit „als eine Bankrotterklärung der Anklage“, wie er am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Inzwischen ist Daniel P. vom Gericht von der Haft verschont worden und sieht mit Spannung der Urteilsverkündung der 5. Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richterin Regina Böhme am Dienstag, 18. Juli, entgegen.

An diesem Verhandlungstag wird zunächst die Beweisaufnahme geschlossen. Erst im Anschluss daran werden Staatsanwaltschaft, Ne­benklage und vier Anwälte, auch die Ehefrau des Angeklagten, Angie P., steht vor Gericht, ihre Plädoyers vortragen, bevor das Urteil voraussichtlich am Nachmittag gesprochen werden kann.

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