Stolberg - Vortrag über den Kampf gegen Bedüftigkeit und Hunger

Vortrag über den Kampf gegen Bedüftigkeit und Hunger

Letzte Aktualisierung:
14153812.jpg
Präsidentin der Welthungerhilfe: Bärbel Dieckmann ist in Eschweiler zu Gast.

Stolberg. Im Rahmen des Eschweiler Europaforums in der Donnerberg Kaserne konnte Peter Schöner, Präsident Europaverein GPB e.V., Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, zu einem Vortrag mit anschließender Erörterung gewinnen.

Ihr Thema an diesem Abend: „Chancen der Entwicklungszusammenarbeit in fragilen Staaten – der Beitrag der Welthungerhilfe im Kampf gegen Hunger und Armut“. Die Politiker in Brüssel und anderen europäischen Metropolen reagieren nur auf Ereignisse, unternehmen nichts, um die Entwicklung in Bahnen zu lenken, die sie sich selbst wünschen. Sie verfallen trotz Wirtschaftswachstums in Pessimismus, was Populisten und Extremisten auszunutzen versuchen.

Schlimmer noch: die Themen werden von außen vorgesetzt. Über die Akzeptanz der EU bei den europäischen Bürgern ist selbst Jean Claude Juncker ernüchtert. Über die Solidarität zwischen den Staaten. Dennoch gerade jetzt braucht es Mut zu Europa und Nachdenken für Europa ist gefordert.

Die Gastfreundschaft – das einfache menschliche Prinzip, das man sogar einen ungeladenen Gast nicht einfach rauswirft – überlebte nicht. 60 Jahre mühsamer aber stetiger Fortschritt bei der Vereinigung unseres jahrhundertelang von Krieg geplagten Kontinents kamen brutal zum Stillstand.

Die Mitgliedstaaten, die mit dem größten Zulauf von Flüchtlingen zu kämpfen hatten, bekamen keine Unterstützung von den anderen, die weiter entfernt sind. Wir reden also darüber Fluchtursachen zu bekämpfen.

Ein Ziel der EU ist nachhaltige Beseitigung der Armut in diesem Jahrtausend, es wird als vorrangiges Ziel der EU-Entwicklungspolitik ausgegeben. Dabei orientiert sie sich an den acht Millenniumsentwicklungszielen der Vereinten Nationen. Angestrebt wird unter anderem, extreme Armut um die Hälfte zu reduzieren, die Verbreitung von HIV/Aids einzudämmen und Grundbildung für alle zu gewährleisten.

Hier wurde 1960 unter dem Dach des damaligen Generaldirektors der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), Binay Ranjan Sen, eine weltweite Kampagne gegen Hunger und Armut ins Leben gerufen. Die „Freedom from Hunger Campaign“ veranlasste Bundespräsident Heinrich Lübke 1962 dazu, den „Deutschen Ausschuss für den Kampf gegen den Hunger“ zu gründen. Damit schrieb er das erste Kapitel in der Geschichte der Welthungerhilfe.

Heute, 55 Jahre später, ist die Welthungerhilfe eine der größten privaten Hilfsorganisation in Deutschland. Die Welthungerhilfe hat seit ihrer Gründung mehr als 8120 Hilfsprojekte in 70 Ländern mit 3,033 Milliarden Euro durchgeführt. „Dahinter stehen Menschen, denen wir auf einem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft helfen konnten“, so Bärbel Dieckmann, seit 2008 Präsidentin der Welthungerhilfe. „Hunger und Armut müssen strukturell bekämpft werden. Wir müssen die Menschen in die Lage versetzen, jetzt und in Zukunft für sich selbst zu sorgen.“

In Partnerschaft mit dem Donnerberger Gesprächskreis lädt der Europaverein GPB e.V. zum Diskussionsabend am Donnerstag, 9. März, um 17.30 Uhr in das Offiziersheim der Donnerberg-Kaserne, Birkengangstr. 140, 52249 Eschweiler, ein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert