Vorhang auf für „Charlöttchen und die Riesenzwerge“

Von: Dirk Müller
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Charlotte Claßen ist fast so musikalisch wie „jeck“. Foto: D. Müller

Stolberg. Ihr wird eine ganz besondere Ehre zuteil: Als erste Kindertollität der Ersten Großen Stolberger Karnevalsgesellschaft wird Charlotte Claßen in der Burg proklamiert. Fanden die Inthronisierungen der jungen närrischen Herrscher bisher im Burghoftheater oder im Parkhotel statt, so freut die Neunjährige sich darauf, die Insignien der Macht im Stolberger Wahrzeichen zu erhalten.

Charlotte besucht die Klasse 4b der Grundschule Mausbach und ist quasi Zeit ihres Lebens schon mit dem Karnevalsvirus infiziert. Ihre Mutter Petra Claßen ist Tanztrainerin, und ihr Bruder Florian war 2011 Kinderprinz der Ersten Großen. Auf den karnevalistischen Bühnen ist Charlotte zu Hause, seitdem sie ein Jahr alt war. „Da waren meine Füße aber noch so klein, dass mir keine Tanzschuhe gepasst haben, und ich war der ,Joker‘ der Kindergarde der Ersten Großen“, erzählt die designierte Kindertollität. Im Alter von drei Jahren passten dann endlich die ersten Tanzschuhe, und Charlotte ist seit nunmehr sechs Jahren tanzendes Mitglied der Kindergarde.

Jetzt wird für sie ihr eigenes Märchen wahr, und Charlotte regiert die kleinen Kupferstädter Narren. Im Zeichen des Themas Märchen steht auch die kommende Session mit Charlotte I., denn ihr Motto lautet „Charlöttchen und die Riesenzwerge“.

„Die Riesenzwerge heißen so, weil sie einfach größer als sind als ich“, klärt das 1,28 Meter große Mädchen auf. In die jecke Märchenwelt wird die Kinderprinzessin mit einem Hofstaat aus drei Jungs und zwei Mädchen entführen. Gemeinsam singen sie unter anderem ein schwungvolles Lied, in dem die „Pänz“ sich vorstellen. Zu der Melodie von „Go West“, bekannt durch die „Village People“ oder die „Pet Shop Boys“ und natürlich als Filmmusik mit dem Titel „Zwerge“, wollen sie tüchtig Stimmung verbreiten.

Und dies wird „Charlöttchen mit ihren lustigen Riesenzwergen“ bestimmt gelingen, denn Musik liegt der zukünftigen Kinderprinzessin beinah ebenso im Blut wie die Liebe zur fünften Jahreszeit. Deshalb schaltet ihre Mutter beim Kochen und Spülen auch oft das Radio nicht an, denn in der Küche der Familie steht das Klavier, auf dem Charlotte seit mehr als zwei Jahren regelmäßig spielt. Dort übt sie derzeit auch ihre Rede und die Gesangseinlagen mit ihrem Hofstaat, was ihre ohnehin schon große Vorfreude auf die Session noch verstärkt.

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