Stolberg - Vorfreude auf Stolbergs erste Sekundarschule

Vorfreude auf Stolbergs erste Sekundarschule

Von: Michael Grobusch
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Entspannte Atmosphäre vor dem Start der Sekundarschule: Jörg Klein und Petra Mersmann freuen sich auf den Kennenlerntag am Freitag – und schon jetzt auf den Beginn des Schuljahres 2013/14. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Am Freitag findet der Kennenlerntag der Eingangsstufe statt. Damit wird die Sekundarschule in Stolberg erstmals konkret greifbar. Die Vorfreude ist entsprechend groß bei Jörg Klein und Petra Mersmann.

„Wir fiebern dem Termin entgegen“, erklärten der kommissarische Schulleiter und seine Stellvertreterin gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Und sie gerieten förmlich ins Schwärmen: „Wir haben hier die große Chance, etwas ganz Neues mit einem kleinen Kreis von Menschen zu schaffen.“

80 Schüler haben sich für die drei fünften Klassen der neuen Schule eingetragen, die nicht von ungefähr die Breslauer Straße 1 als Adresse aufweist. „Es handelt sich tatsächlich um eine neue Schule“, lautet eine der Kernbotschaften des Leitungsduos. Das ist eigentlich klar. Und doch bedarf es einer gewissen Betonung, schließlich wird die Sekundarschule in den Gebäuden der nun auslaufenden Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße eröffnet.

Von „Abgrenzung“ will Jörg Klein indes nichts wissen. „Es geht nicht um eine strikte Trennung, sondern um eine eindeutige pädagogische Profilierung.“ Diese hat er schon propagiert, als er noch als Berater der Stadt unterwegs war und geworben hat für die neue Schulform, die es erst im zweiten Anlauf über die Hürde der Mindestanmeldezahl von 75 schaffte.

Klein verweist auch jetzt auf die relativ geringe Klassengröße, auf die Überschaubarkeit der nur dreizügigen Einrichtung und auf das längere gemeinsame Lernen in einem differenzierenden System, „das das Potenzial jedes Kindes optimal fördert, um den individuell bestmöglichen Abschluss und damit die besten Startchancen für das Berufsleben erreichbar zu machen“.

Ermöglicht werden soll das durch eine Personalquote, von der andere Schulformen nur träumen können: Auf 16,29 Schüler kommt rein rechnerisch eine Lehrerstelle. „Damit werden wir ganz viel Unterrichtsstunden mit zwei Kollegen gestalten können“, freut sich Petra Mersmann.

Was das konkret inhaltlich bedeutet, soll in den kommenden Wochen gemeinsam festgelegt werden. Weil der Teamgeist von Beginn an großgeschrieben wird, beginnt die konzeptionelle Ausarbeitung erst dann, wenn auch die letzte Lehrerstelle besetzt worden ist. Ende dieser Woche könnte das schon der Fall sein. Zu den „echten“ Pädagogen werden sich stundenweise weitere Fachleute gesellen. Ein Physio- und ein Lerntherapeut gehören dazu, ebenso Honorarkräfte für die Bereiche Sport, Musik und Technik.

Im oberen Gebäudeteil

Rein räumlich wird die Sekundarschule ihren Schwerpunkt im oberen Gebäudeteil haben. Dort sollen die ersten drei Klassen angesiedelt sein, außerdem ein Differenzierungs- und ein Besprechungsraum sowie das Lehrerzimmer. Darüber hinaus werden die neuen Fünftklässler auch die gesamte Infrastruktur des für mehr als 2,6 Millionen Euro sanierten und erweiterten Baus nutzen.

Schrittweise wird nun in jedem Sommer ein Abschlussjahrgang die Hauptschule verlassen und durch drei neue fünfte Klassen der Sekundarschule „ersetzt“. Im Juli 2018 wird dieser Prozess dann abgeschlossen und die Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße Geschichte sein.

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