Vor dem Winter sollen Fenster saniert sein

Von: Thomas Lammertz
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Zumindest die Fenster der Mausbacher Grundschule sollen vor dem Winter dicht sein, forderte der Beschwerdeausschuss ein bei der Verwaltung, die ein Sanierungskonzept für das Gebäude erstellen soll.

Stolberg-Mausbach. Dringend sanierungsbedürftig ist die Mausbacher Grundschule, für die Schülerinnen und Schüler sogar gesundheitsgefährdend. Vor allem im Herbst und Winter, wenn es durch alle Ritzen des alten Gebäudes pfeift.

Mit etlichen Fotos hat die Schulpflegschaft die Zustände dokumentiert und sich zuletzt hilfesuchenden an den Beschwerdeausschuss gewandt.

Hintergrund ist folgender: Im Haushaltsjahr 2010/11 sind Mittel für ein Sanierungskonzept angemeldet, die in diesem Jahr fließen sollen. Das bedeutet aber im Klartext, dass die Kinder auch über den nächsten Winter noch unter den - da sind sich die Politiker aller Ratsfraktionen einig - unzumutbaren Bedingungen lernen sollen, wie Ulrich Coopmann, Leiter des Hochbauamts, der Schulpflegschaftsvorsitzenden Gabi Bauer in der Sitzung des Beschwerdeausschusses bestätigte. Die Politiker aller Couleur wollen sich damit jedoch nicht abfinden: Allein die Tatsache, dass die Pflegschaft den „Umweg” über den Beschwerdeausschuss nehmen müsse, sei ein Armutszeugnis für die Stadt.

Der Ausschuss beschloss deshalb, den Antrag an den Bau- und Vergabeauschuss zu verweisen - mit der Maßgabe, als Sofortmaßnahme vor dem Winter die Fenstersanierung zu erledigen und das Gesamtsanierungskonzept zu erstellen. Eine Bestandsaufnahme hat die Pflegschaft bereits vorgenommen. Darin heißt es: Die Fenster, besonders die der kompletten Westseite des Gebäudes und die Oberlichter, wiesen erhebliche Mängel auf, seien undicht und hätten bereits zu Wasserschäden an den Wänden geführt. Austausch und Isolierung seien dringend geboten.

Lange Liste von Mängeln

Desweiteren liege der Heizenenergieverbrauchswert mit 217,7 kw/h nahe am Doppelten des Vergleichswerts (120 kW/h) in dieser Gebäudekategorie. Gründe dafür seien nicht isolierte Heizungsrohre und Decken im Kriechkeller und unzureichende Deckenisolierungen; ein Abstellraum weise eine Raumtemperatur von 27 Grad Celsius auf. Außerdem seien Dachdeckerarbeiten zwingend erforderlich, ebenso die Erneuerung der verfaulten Dachüberstände und der Türen an der Schulhofseite.

Weiterhin macht die Pflegschaft darauf aufmerksam, dass sie nicht nur hinter Verkleidungen Schimmelbefall befürchtet, denn in einem Raum seien eine Wand vor eine andere gesetzt und bereits Feuchtigkeitsschäden sichtbar geworden. Und die Toilettenanlagen der Schule entsprächen nicht einmal den hygienischen Anforderungen.
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