„Von einer Idee bewegt die Initiative ergreifen“

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Sie ist nicht nur eine Pianistin und Ausführende, sondern auch die künstlerische Leiterin des neuen Klassik-Festivals Stolberg mit fünf Konzerten. Foto: Künstlerin

Stolberg. Rheingau Musik Festival, Gezeitenkonzerte an der Nordseeküste, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Salzburg und Bayreuth, Monschau Klassik, Aachener Kurpark Konzerte, Klaviertage Geilenkirchen sind nur einige von vielen Musikfestivals, die in den sommerlichen Tagen das Freizeitangebot für klassische Musikfreunde bereichern.

Am kommenden Wochenende wird das neu etablierte Musik-Festival in Stolberg zu dieser Reihe dazugehören. Fünf Konzerte an drei aufeinander folgenden Tagen wollen mit musikalischen Raritäten und Spitzenmusikern Freunde klassischer Musik ins Museum Zinkhütter Hof locken. Die künstlerische Leitung liegt in Händen von Patricia Buzari, Klavierpädagogin und Konzertpianistin, die mit ihrer Schwester Angela (Sopran) das Eröffnungskonzert am gestrigen Abend bestritt. Mit ihr sprach unsere Mitarbeiterin Marie-Luise Otten.

 

Wie wird man künstlerische Leiterin eines Klassik-Festivals?

Buzari: Durch Leidenschaft und Verpflichtung.

Was versteht der Laie unter künstlerischer Leiterin und welche Voraussetzungen sind dafür nötig?

Buzari: Ein Synonym für künstlerische Leitung wäre Direktorin. Voraussetzungen dafür sind: Klarheit, Vision, Inspiration, Kreativität und Führungsqualitäten.

Welche Aufgaben muss eine künstlerische Leiterin übernehmen?

Buzari: Die Initiative ergreifen, wenn sie innerlich von einer Idee bewegt ist, um eine größere Bewegung ins Rollen zu bringen.

Was hat Sie veranlasst, dies in Stolberg zu übernehmen?

Buzari: Ich habe dieser Region viel zu verdanken und fühlte, dass es an der Zeit ist, etwas zurückzugeben; einen Beitrag zu leisten.

Was haben Sie der Region zu verdanken?

Buzari: Meine Kindheit und elementaren Privatunterricht; hier das erste Erkennen meines Talents durch Pädagogen.

Wie ist der Name „Klassik-Festival mit Schwung“ zustande gekommen?

Buzari: Gute Frage. Er ist gewachsen. Und beschreibt die über ein Jahr umfassende Arbeit, die alle Beteiligten geleistet haben, am Besten: Einfach mit Schwung und Elan die Dinge angehen.

Wer sitzt noch mit im Boot?

Buzari: Familie, Freunde, Herr Oedekoven, Frau Hildegard Nießen, Herr Wentzler, das Museum Zinkhütter Hof, die Stolberger Bürgerstiftung, Sponsoren, ehrenamtliche Mitarbeiter, zu viele, um alle zu nennen. Kurzum: ein großartiges Team!

Wie sind Sie bei diesem Festival vorgegangen?

Buzari: Schritt für Schritt. Um genau zu sein: Baby-Schritte für Baby-Schritte. Qualität und Liebe zum Detail. Erst selbst begeistert zu sein von der Sache und dann andere mit in den Bann ziehen...

Wie sind Sie auf die Künstler gekommen?

Buzari: Aus Bekannten-/Familienkreisen und durch Vorschläge seitens Herrn Oedekoven.

Warum lohnt sich am Wochenende ein Besuch im Museum Zinkhütter Hof?

Buzari: Sie können Weltklasse-Künstler hautnah in ihrer Region erleben. Das spart lange Wege.

Was ist langfristig das Ziel dieses Festivals?

Buzari: Jährlich das Publikum und die Künstler auf allen Ebenen zu bereichern und unvergessliche Sommerkonzert-Erinnerungen zu schaffen.

Was erhoffen Sie sich von dem Wochenende?

Buzari: Viel Freude durch die Musik!

Eckart Runge, Cellist des weltberühmten Artemis Quartetts sagte einmal: „ Es gibt eine neue Sehnsucht nach kleinerer Form, nach wahrhaftigerem Gehalt“. Sehen Sie das auch so?

Buzari: Die Frage lautet wohl, in welchem Zusammenhang er dies sagte. Er bezieht sich auf die nicht immer einfachen Zeiten in der Musikbranche und spricht hier die kleineren Besetzungen der Kammermusik an. Wie Goethe schon meinte: ein Gespräch unter vernünftigen Leuten. Ich denke, dass es wahr und zutreffend ist: Die Menschen sehnen sich nach Intimität und einem liebevollen Austausch. Die Welt braucht mehr davon!

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