Stolberg - Volle Fahrt voraus auf die Nacht der Ausbildung

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Volle Fahrt voraus auf die Nacht der Ausbildung

Von: Doris Kinkel-Schlachter
Letzte Aktualisierung:
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Schon letztes Jahr bestens angekommen: die Nacht der Ausbildung. Und Infos gibt es auch dieses Mal wieder aus erster Hand. Foto: D. Müller

Stolberg. 236 Ausbildungsstellen gibt es zurzeit in Stolberg zu besetzen, 428 Bewerber möchten eine Stelle haben. „Da bewegt sich natürlich noch was“, sagt Gabriele Hilger. Für den Agenturbezirk vermeldet die Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen-Düren 5125 Stellen und 6321 Bewerber. „Es muss natürlich auch immer passen“, sagt sie.

Und genau hier kommt die „2. Stolberger Nacht der Ausbildung“ gerade richtig. Am Freitag, 24. April haben Schulabgänger die Gelegenheit, sich bei den elf teilnehmenden Ausbildungsbetrieben zu informieren. Diejenigen, die bereits wissen, was sie wollen, können vor Ort ihre Vorstellungen und Erwartungen überprüfen und bekommen wichtige Tipps, zum Beispiel, wie sie ihrem Ausbilungswunsch näherkommen können. Und für die noch Unschlüssigen gibt die Nacht der Ausbildung einen guten Überblick über die die vielfältigen Möglichkeiten.

„Stolberg hat eine sehr attraktive Unternehmerlandschaft. Wir begrüßen es sehr, dass sich die Unternehmen zum Standort Stolberg bekennen und den jungen Menschen dieser Stadt eine Perspektive aufzeigen“, sagt Tim Grüttemeier. Der Bürgermeister freut sich, dass das Format sich durchgesetzt habe. Letztes Jahr waren erst sieben Unternehmen mit von der Partie, „jetzt sind es schon elf, und das Interesse ist überregional“, so Grüttemeier.

„Wenn es nächstes Jahr 15 oder 20 Betriebe werden, sind wir natürlich nicht unglücklich“ fügt Gabriele Hilger schmunzelnd hinzu. Von einem zum nächsten Betrieb kommen die Interessenten mit dem kostenlosen Shuttlebus (Fahrplan auf der Homepage). Im selbigen informieren die Berufsberater der Arbeitsagentur. Von dieser „etwas unkonventionelleren Art und Weise, mit dem Bus hin und her fahren und dort mit unseren Beratern ins Gespräch kommen“, zeigt sich die Chefin der Agentur ebenso angetan wie von der Tatsache, dass die Stolberger Nacht der Ausbildung als Berufsfelderkundung vom Land NRW anerkannt ist.

„Wirtschaftsförderung auf jungen Wegen“, unter diesem Slogan sieht Martin Hennig die Veranstaltung nächste Woche Freitag. Gewisse Berührungsängste würden mit solchen Aktionen abgelegt, weiß der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktpolitik. Aus Sicht der Politik sei eine frühe Einbindung junger Menschen wichtig für die Standortsicherung. „Wenn es den Firmen gut geht, geht es auch Stolberg gut.“

Mit der Stolberger Nacht der Ausbildung möchte man auch dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken, betont Michael Arth. „Wir waren schon letztes Jahr erstaunt über die große Resonanz: Berufsbilder live und in Farbe kennenlernen – das ist eine tolle Geschichte, sie schreit nach mehr“, sagt der Fachberater für Aus- und Weiterbildung der IHK Aachen.

Die teilnehmenden Betriebe freuen sich schon auf zahlreiche Besucher. Im vergangenen Jahr konnten einige nach der Ausbildungsnacht Auszubildende rekrutieren. „Alle teilnehmenden Firmen haben das selbe Problem, nämlich die gewerblich-technischen Berufe zu besetzen, also die sogenannten Blaumann-Berufe“, betont Bernd Böhmer von Prym. Dass die klassischen Berufe nicht mehr so gefragt sind, kann Bernd Reimann von KMD bestätigen.

„Die Nacht der Ausbildung bietet uns die Gelegenheit, Türen zu öffenn und zu zeigen, dass auch die Firmen und Maschinen sich weiter entwickelt haben. „Man fährt an riesigen Hallen vorbei, und es erschließt sich nicht für jeden, was sich bei uns abspielt“, sagt Heinz Herbort von Kerschgens. Die Marke müsse geschärft werden, „wir haben erkannt, dass wir in Köpfe investieren müssen und uns als Arbeitgebern attraktiver machen. Wir müssen für den Standort Stolberg zusammenrücken“, sieht Herbort in der Kooperation ein Netzwerk, in dem man Probleme austauscht und gemeinsam nach Lösungen sucht, „wir betrachten das als langfristigen Prozess“.

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